Abtswind

Deutliche Worte von Abtswinds Trainer

Mario Schindler sieht das Bayernliga-Projekt der Abtswinder in akuter Gefahr. Vor dem Duell bei Mitaufsteiger Vach nimmt der Trainer deshalb kein Blatt vor den Mund.
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Nicht sehr erfreut zeigte sich dieser Tage Mario Schindler. Für Abtswinds Trainer reicht die Leistung nicht zum Klassenverbleib.
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Fast auf den Tag genau vor einem halben Jahr spielte der TSV Abtswind zum bislang letzten Mal beim ASV Vach. Es war ein Tag der Freude: Mit einem 3:1 beim direkten Konkurrenten gewannen die Abtswinder am vorletzten Spieltag die Meisterschaft und sicherten sich ihren Aufstieg in die Bayernliga.

Als die beiden Mannschaften nur rund zwei Monate später im Hinspiel erneut aufeinandertrafen, setzte sich Abtswind gar mit 6:1 durch. Die Euphorie nach dem Aufstieg war noch deutlich zu spüren im Kräuter- und Teedorf. Nicht nur in der Natur ist inzwischen der Herbst eingekehrt, auch bei der Mannschaft von Trainer Ma-rio Schindler hat sich Trübsinn breitgemacht; sie wurde von einer Realität eingeholt, die kaum einer der Spieler im Abtswinder Trikot erlebt hat: Abstiegskampf!

Das jüngste 1:3 gegen Sand hat erneut gezeigt, dass die Spieler immer noch nicht richtig in der Bayernliga angekommen sind. Das spielerische Vermögen des Abtswinder Kollektivs mit dem Ball mag ohne Zweifel auch in der Bayernliga ordentlich sein, das Verhalten gegen den Ball indes war es wieder einmal nicht. „Was wir in diesem Spiel gezeigt haben, das hatte nichts mit Bayernliga oder Abstiegskampf zu tun. Der Gegner war uns in den Zweikämpfen haushoch überlegen“, sprach Schindler mit Blick auf den schwachen Auftritt seiner Elf in der ersten Halbzeit.

Das Spiel gegen Sand setzte die Serie fort, wonach die Abtswinder seit fünf Spielen sieglos sind und seit Mitte August sogar nur ein einziges Mal den Platz als Sieger verlassen haben. „Was wir die letzten Wochen und Monate zeigen, reicht zum Klassenerhalt nicht aus. Wenn wir so weitermachen wie zuletzt, begeben wir uns derzeit auf das Niveau, schlechteste Bayernliga-Mannschaft zu sein“, äußerte Schindler deutliche Worte.

Eine ähnliche Negativserie haben die Vacher bereits hinter sich, denn sie waren zuletzt sieben Spiele sieglos geblieben, bevor sie mit 4:2 in Ammerthal gewannen. Dies war zumindest schon ihr zweiter Sieg seit Mitte August. In der Woche zuvor hatte der Verein sich von Trainer Norbert Hofmann getrennt, der die Vacher fast vier Jahre lang trainiert und über die Relegation in die Bayernliga geführt hatte. Zuletzt betreute das Team der bisherige Assistent Norbert Nein.

Das Aus für Hofmann war der zweite Trainerwechsel der aktuellen Bayernliga-Spielzeit. Detail am Rande: Auch der ASV Neumarkt tauschte seinen Trainer vor dem Abtswind-Spiel aus. Ein Ja zu Nein steht in Vach noch aus, doch wird der 48-Jährige die Mannschaft auch am Sonntag gegen Abtswind betreuen, das alle drei bisherigen Duelle mit den Mittelfranken gewonnen hat.



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