KEGELN: LANDESLIGA

Der Teamgeist soll Marktbreits Frauen tragen

Die gute Stimmung in der Mannschaft soll auch im dritten Landesligajahr für Erfolg gut sein – und erleichtert einer neuen Spielerin aus Kitzingen den Einstieg.
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Als verschworene Gemeinschaft präsentieren sich die Marktbreiter Keglerinnen vor ihrem dritten Landesligajahr: (von links) Ute Endres, Melanie Gast, Anja Obernöder, Julia Weiß, Theresa Tiedemann und Nadine Malloy. Zur Mannschaft gehören noch Christine Schneider, Yvonne Schneider und Katharina Kleinschroth. Foto: Foto: Hartmut Hess

Seit Jahren sind die Damen des Sportkeglerklubs Germania Marktbreit das weibliche Aushängeschild des Kegelsports im Landkreis Kitzingen. Jetzt gehen sie in die dritte Landesligasaison nacheinander. Dabei wollen sie weiter Duftmarken setzen und eine gute Rolle spielen. „Als Mütter mit Familienaufgaben spielt das Kegeln für uns nicht die erste Geige“, sagt Julia Weiß, aber das tut den Ambitionen keinen Abbruch. „Bis auf wenige Ausnahmen spielen wir seit vielen Jahren zusammen und verstehen uns prächtig“, betont Julia Weiß den Teamgeist, der die Mannschaft beflügelt.

Auf die Marktbreiterinnen warten in der neuen Spielzeit keine Überraschungen, kennen sie doch die Liga und Bahnen bestens, was auch für die Aufsteiger Bischberg und Eggolsheim gilt. Der Kader rekrutiert sich neben Julia Weiß aus Anja Obernöder, Theresa Tiedemann, Ute Endres, Katharina Kleinschroth, Christine Schneider, Yvonne Schneider. Nadi-ne Malloy und Neuzugang Melanie Gast, die vom PSW 21 Kitzingen gekommen ist. Die 36-Jährige wollte nach Jahren wieder in einer reinen Damenmannschaft spielen und hat nun in Marktbreit auch höherklassig Gelegenheit dazu. Nach dem Wechsel des Arbeitsplatzes hat sie auch die Zeit an den Wochenenden für tagesfüllende Spieltage.

Die Marktbreiterinnen waren vergangene Saison in der Vorrunde von Personalproblemen geplagt, und erst mit einer starken Rückrunde hatten sie sich auf Platz sechs und damit einen ungefährdeten Mittelfeldplatz verbessert. Die Mannschaft lebt von ihrem Teamgeist und davon, dass die Chemie im Team passt. „Die Melanie ist schon integriert und bei uns angekommen“, sagt Julia Weiß über die Neue aus Kitzingen. Die Marktbreiterinnen sind eine über Jahre gewachsene Einheit, in der viele je nach Tagesform ein Match entscheiden können, wenngleich sich Anja Obernöder etwas abhebt.

„Als Mütter mit Familienaufgaben spielt Kegeln bei uns nicht die erste Geige.“
Julia Weiß, Germania Marktbreit

Sie profitieren immer wieder von der Leistungsdichte ihres Kaders und auch ihrer ausgeprägten Erfahrung, was auch Trainer Markus Lohmüller zu schätzen weiß. Denn heutzutage bei noch 120 Würfen pro Spieler und dem modifizierten Wertungsmodus sind jeder Wurf und jede einzelne Spielerin wichtig. Der Trainer hat jederzeit Optionen, um die passenden Antworten auf die Aufstellungen des Gegners zu geben. „Training allein ist nicht alles“, sind sich Julia Weiß und Ute Endres einig. Ihr Team bringe die nötige Grundfitness mit – und eben die Erfahrung, um in den entscheidenden Momenten kühlen Kopf zu bewahren und die richtige Entscheidung zu treffen.

„Wir wissen, was wir an unseren Fans haben, bei uns ist immer etwas los“, sagt Julia Weiß mit Blick auf den heimischen Anhang, der Stimmung macht und die Sportlerinnen moralisch unterstützt. „Wir sind ambitioniert und wollen jede Begegnung gewinnen, ob auswärts oder zuhause“, betont Julia Weiß im Wissen darum, dass ihr Team in der Lage ist, jeden Gegner in der Landesliga zu schlagen und dabei als Kollektiv zu überzeugen weiß.

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