HANDBALL: LANDESLIGA

Der TV Marktsteft setzt auf junge Wilde

Mit vielen jungen Spielerinnen startet der Aufsteiger in das Abenteuer Landesliga. Zudem erfährt Trainerin Valentina Dennerlein Unterstützung aus den eigenen Reihen.
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Valentina Dennerlein steht bei Marktstefts Frauen nicht mehr allein in der Verantwortung als Trainerin. Foto: Foto: Jürgen Sterzbach

Als wir Valentina Dennerlein am Donnerstagvormittag erreichen, ist sie gerade auf dem Weg nach Österreich – zu einem lange geplanten Wellness-Trip. Und das ausgerechnet an dem Wochenende, an dem für die Handballerinnen des TV Marktsteft die Saison in der Landesliga beginnt. Der Urlaub sei schon lange terminiert gewesen, und sie habe nicht damit gerechnet, dass ihr Team den Sprung in die Landesliga schafft. Die Bezirksoberliga beginne schließlich erst in zwei Wochen, sagt die Trainerin zu ihrer Ehrenrettung.

Ohne Übungsleiter steht der Aufsteiger am Samstag, wenn der ESV 27 Regensburg II zu Gast ist, aber nicht da. Denn seit dem Beginn der Vorbereitung ist die 34-Jährige nicht mehr allein verantwortlich für die Mannschaft. Vilo Vitkovic unterstützt die Aufstiegstrainerin – oder sollte man eher sagen, Dennerlein steht Vitkovic zur Seite? Denn sie selbst findet, dass Vitkovic mittlerweile das Zepter übernommen habe. Für Dennerlein ist das kein Problem: „Wir harmonieren sehr gut miteinander und ich bin sehr dankbar, dass er seine Erfahrung einbringt.“

Zudem kennt der erfahrene Trainer den Großteil der Mannschaft. Schließlich trainierte er vergangene Saison noch die A-Juniorinnen des Vereins, von denen nun einige in die Damen aufgerückt sind. „Schon damals war er öfter dabei, da seine Mädels sonntags und wir samstags gespielt haben“, berichtet Dennerlein, wie die Zusammenarbeit zustandegekommen ist. Sie funktioniert bisher blendend.

Bereits seit Ende April bereitet das neue Trainerduo sein Team auf das Abenteuer Landesliga vor. Während Dennerlein sich dabei vornehmlich um den konditionellen und körperlichen Zustand der Mädels kümmerte, war Vitkovic vor allem für den spielerischen, technischen und taktischen Bereich zuständig. „Da ergänzen wir uns sehr gut. Ich bin sehr froh, ihn zu haben. Denn der Anspruch in der Landesliga ist nochmals höher als in der Bezirksoberliga“, erklärt die Trainerin.

Diesem Anspruch, so glaubt Dennerlein, können die Marktstefterinnen auch gerechnet werden. Allerdings müsse sich ihr Team rasch an die neue Liga gewöhnen und an die Unwägbarkeiten, die der Aufstieg mit sich bringt. Neben der höheren Trainingsintensität, die ihre Schützlinge bisher ohne großes Murren ertragen haben, werden auch die Fahrten zu den Auswärtsspielen weiter. Die Gegner heißen nun nicht mehr Giebelstadt, Höchberg oder Bergtheim, sondern Obertraubling, Regensburg und Sulzbach-Rosenberg. „Das wird zeitintensiver als noch im Vorjahr. Aber die Mädels haben Bock darauf“, sagt Dennerlein.

Allerdings müsse ihre junge Truppe lernen, mit engen Spielverläufen sowie mit Niederlagen umzugehen. Das Durchschnittsalter liegt wegen der vielen jungen Spielerinnen bei etwa 20 Jahren. „Das wird ein Entwicklungsprozess. Vielen fehlt die Erfahrung, aber das nötige Potenzial, um in der Liga zu bestehen, ist vorhanden“, sagt die Trainerin mit Blick auf die Qualität ihrer Mädels. Zudem seien sie eingespielt und kennen sich bereits seit Kindesalter. Viele spielen seit den Minis zusammen, und externe Spielerinnen waren nicht zu integrieren.

So gehen Dennerlein und Vitkovic optimistisch in die neue Saison und das Abenteuer Landesliga, in das sie am liebsten mit einem Sieg über Regensburg starten wollen. Und dafür hat die Urlauberin „ein gutes Gefühl“.

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