FUSSBALL: KREISKLASSE

Der TSV Sulzfeld verliert spürbar an Schwung

Nur ein Sieg ist dem Aufstiegsaspiranten in den ersten fünf Spielen gelungen. Die Gründe hierfür sind vielfältig, wie Sportleiter Benjamin Krumpholz sagt.
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Sportleiter Benjamin Krumpholz kann über die Auftritte der Sulzfelder nur noch gequält lächeln. Foto: Foto (Ausschnitt): Alexander Rausch

Optimismus allenthalben herrschte beim TSV Sulzfeld vor dieser Saison. Ein ernstes Wörtchen wollte der Klub um den Aufstieg in die Kreisliga mitreden. Dies möchte er noch immer. Nur ist die Vorfreude auf eine hoffentlich erfolgreiche Saison nun der Ernüchterung gewichen. Sechs Punkte aus fünf Spielen hält auch Sportleiter Benjamin Krumpholz für zu wenig, und er findet klare Worte zu den jüngsten Auftritten der Mannschaft.

„Man muss die erste Saisonphase differenziert sehen“, sagt der 32-Jährige. „Einerseits die Partien an sich, andererseits die Spieler.“ Die ersten drei Auftritte seien sehr solide gewesen. Gegen Hoheim und Aub holten die Sulzfelder vier Punkte. Vergangene Spielzeit hatten sie in vier Partien gegen die beiden Kontrahenten nur einen erwischt. „Sie haben uns letzte Runde eine bessere Platzierung gekostet. Deshalb war es uns wichtig, gegen sie gut zu starten, selbst wenn sie aktuell im Tabellenkeller stehen“, erklärt Krumpholz. Somit waren die Seinen gut aus den Startlöchern gekommen.

In Willanzheim bestätigte sich der Trend, bei einer Mannschaft, die vorige Saison ebenfalls lange um den Titel mitgespielt hat und bislang ungeschlagen ist. „Mit den ersten drei Partien konnten wir leben“, bestätigt Krumpholz. Doch dann folgten zwei Auftritte, die sich der Realschullehrer nicht recht erklären kann. Gegen die in der vergangenen Saison fast abgestiegenen Marktbreiter Reserve ließ der TSV beim 0:0 unerwartet Punkte. Besonders die Durchschlagskraft bemängelte der Sportleiter, ebenso wie den unbändigen Willen, ein Tor zu erzielen.

Während die Konkurrenz im Titelkampf aus Gelchsheim und Gülchsheim schon jeweils knapp 20 Treffer erzielt hat, sind es bei den Sulzfeldern gerade vier. Seit fünf Halbzeiten sind sie torlos. „Wir erspielen uns gefühlt weniger Möglichkeiten als vorige Saison und lassen die nötige Zielstrebigkeit vermissen“, moniert Krumpholz, der zum neuen Schuljahr von Alzenau nach Haßfurt versetzt worden ist und nun wieder näher an der Mannschaft ist.

In Gaukönigshofen, gegen die der Sulzfelder in der vergangenen Runde mit der Reserve sein letztes Spiel im TSV-Trikot bestritten und seiner Elf zum 2:1-Sieg verholfen hatte, gesellte sich zu der fehlenden Effizienz noch mangelnde Einstellung. „Sie haben natürlich eine gute Mannschaft und werden eine gute Rolle in der Klasse spielen“, sagt der gelernte Torhüter, „aber so wie wir aufgetreten sind, das geht gar nicht. Sie waren uns in allen Belangen überlegen. Einen so leidenschaftslosen Auftritt möchte ich von einer Sulzfelder Mannschaft nicht mehr sehen.“

Krumpholz nimmt dabei vor allem die Führungsspieler in die Pflicht. Die hätten nämlich bisher nicht ihr eigentliches Leistungsvermögen abgerufen. Natürlich müsse Markus Wolf gerade auf Spieler wie Luis Lauter (Kreuzbandriss) oder Joel Weißenberger (Leistenprobleme) verzichten, aber die Lücke sei zu füllen. „Einige stecken momentan in einem Tief. Dadurch können sie die jungen Spieler nicht entsprechend führen und mitreißen.“

Die Jungen hingegen hätten sich sehr gut eingefügt und zeigten stets ihr Potenzial. Bloß könne man von ihnen nicht erwarten, dass sie bereits vorneweg gehen. „Wir haben diesen Weg, der für uns alternativlos ist, eingeschlagen und werden von diesem auch nicht abweichen. Wir sind von dessen Erfolg überzeugt und er ist zukunftsträchtig“, hält der Funktionär an seinem Konzept fest – im festen Glauben, bald die Früchte ernten zu können.

Das kann natürlich seine Zeit dauern. Allerdings hofft der 32-Jährige auf die baldige Trendwende. Immerhin beträgt der Abstand zum Topduo schon nach fünf Partien sechs Zähler. Allerdings schätzt Krumpholz die Liga als sehr ausgeglichen ein, was die Sulzfelder noch nutzen wollen. Um den Anschluss nicht zu verlieren, wäre ein Sieg gegen den FC Hopferstadt, einen Dauerrivalen der letzten Jahre, natürlich Balsam auf die blau-weiße Seele.

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