Pleiten, Pech und Pannen – das Landesligaspiel der Kitzinger Bayern beim TSV Karlburg handelte von mehreren Missgeschicken, die zum Auslöser für die 0:1 (0:0)-Niederlage wurden. Schon der Treffer fiel auf kuriose Weise: Kitzingens Verteidiger Christopher Lenhart rutschte aus und machte damit dem Karlburger Szymon Dynia in der 73. Minute den Weg frei. Dynias Schuss an den Innenpfosten prallte Torwart Mario Bodendörfer gegen die Ferse und von dort ins Tor.

Zuvor hatten andere Faktoren den Kitzingern ungünstig mitgespielt. Spielentwickler Tolga Arayici zerrte sich beim letzten Probeschuss vor Beginn der Partie, musste seinen Einsatz streichen – und Trainer Wolfgang Schneider eilig das Team auf drei Positionen umbesetzen. Der Schreckensmeldungen war das nicht genug. Nach einer halben Stunde ging für Marcel Geitz das Spiel mit Schmerzen und einer starken Schwellung zu Ende. Der Verdacht lautete auf Bänderriss, nachdem ihn der Karlburger Furkan Balaban niedergetreten hatte. „Ein Foul an der Grenze zur Roten Karte“, fand Kitzingens Trainer. Balaban beging weitere härtere Fouls, doch mehr als Gelb und manche Ermahnung gab es nicht. In der sehr umkämpften Begegnung – dem Verlauf nach ein 0:0-Spiel – bekamen die Kitzinger Joachim Hupp und Felix Straßberger vor der Pause die besten Chancen auf einen Treffer. Kurz vor Schluss köpfte ein Karlburger den Ball von der Torlinie. „Die Niederlage tut sehr weh“, sagte Wolfgang Schneider. „Wir brauchen jetzt Kerle auf dem Feld.“

Kitzingen: Mario Bodendörfer; Marcel Geitz (32. Oliver Stark), Marco Endres, Christopher Lenhart, Phillip Schlarb, Stefan Güntner (75. Vella Zeka), Joachim Hupp, Shawn Hilgert, Felix Straßberger, Ahmed Bakare (67. Andreas Herrmann), Simon Pauly.

Tor: 1:0 Szymon Dynia (73.). Schiedsrichter: Mario Hofmann (Heroldsbach). Zuschauer: 200.