HANDBALL: LANDESLIGA

Der SV Michelfeld bleibt zu Hause eine Macht

Auch im zweiten Heimspiel setzt sich der Landesliga-Aufsteiger durch. Doch bis der 29:26-Sieg gegen Ingolstadt gesichert ist, muss Michelfeld lange bangen.
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Die Michelfelder Dominic Faustmann (rechts) und Lukas Möslein hindern den Ingolstädter Ralf Hackenberg beim Passspiel vor dem Tor. Foto: Hans Will

In eigener Halle scheint sich der SV Michelfeld so richtig wohl zu fühlen. Nachdem der Landesliga-Aufsteiger vor heimischem Publikum in dieser Saison bereits HaSpo Bayreuth mit 19:17 bezwungen hatte, setzte er sich am Samstagabend auch im zweiten Heimspiel gegen den MTV Ingolstadt mit 29:26 (14:12) durch.

Die Hausherren waren mit einem 3:0-Lauf glänzend in die Begegnung gestartet und wirkten von Anfang an, ob in Abwehr oder Angriff, hochkonzentriert. Nach knapp zehn Minuten Spielzeit hatten sie sich gar vier Tore Vorsprung erspielt, wurden hernach aber etwas nachlässiger. Innerhalb von rund fünf Minuten verspielten die Michelfelder ihren Vorteil und kassierten somit den Ausgleich zum 7:7 (15.).

„Zu viele kleine Fehler haben in dieser Phase verhindert, dass wir uns weiter absetzen konnten. Damit haben wir den Gegner im Spiel gelassen“, sagte Spielertrainer Maximilian Häckner über die Problematik. Bis zur Halbzeit ging es hin und her, wobei die Gastgeber zumeist vorlegten und ein Zwei-Tore-Polster mit in die Kabine nahmen.

Beruhigend war dieser Vorsprung aus Michelfelder Sicht jedoch nicht – und so dauerte es nach Wiederanpfiff auch nur knapp zwei Minuten, bis die Gäste ausgeglichen hatten. Kurz darauf zogen die Oberbayern sogar in Führung und sorgten damit in der spannenden Begegnung für mächtig Nervenkitzel auf Seiten der Gastgeber.

Die hielten zwar dagegen, aber sie taten sich schwer, den immer selbstbewusster werdenden Gast zu bändigen. Eine Viertelstunde vor Ende der Partie lag Ingolstadt erstmals mit zwei Toren in Führung, und die Partie drohte zu kippen. Der Aufsteiger zeigte jedoch starken Kampfgeist und antwortete prompt mit einem weiteren 3:0-Lauf.

Es sollte der entscheidende Zwischenspurt sein. Die so zurückerkämpfte Führung gaben die Michelfelder in den letzten zehn Minuten nicht mehr aus der Hand. „Kompliment an die Mannschaft, die Abläufe werden immer besser. Auch die Einstellung stimmt“, sprach Trainer Häckner lobende Worte für seine Jungs. Die hatten in einem lange Zeit engen Spiel kühlen Kopf bewahrt und sich den Erfolg damit verdient.

Nun gilt es für den Liganeuling, auch einmal in fremder Halle eine Duftmarke zu hinterlassen. Nächste Gelegenheit dazu bietet sich am kommenden Wochenende bei der HSG Fichtelgebirge.

Michelfeld: Häckner 6/3, Holler 5, Olbrich 5, Möslein 5/1, Krapf 4, Faustmann 3, Schardt 1. Ingolstadt: Sabljakovic 8/4, Balasz 6/2, Dzolic 4/1, Rausch 3, Hackenberg 3, Achhammer 1, Almasi 1.

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