Eigentlich lief es ja ganz gut für die Fußballer des SV Bütthard in der Kreisklasse. Nach sechs Spielen standen sie mit vier Siegen auf einem aussichtsreichen sechsten Platz – mit Blickkontakt zur Tabellenspitze. Aber nach dem Heimspiel Anfang September gegen den SV Theilheim ist Swen Münster von seinem Posten als Trainer zurückgetreten. Seither kümmert sich sein einstiger Assistent Andreas Eck die sportlichen Geschicke der Kicker.

„Für mich kam die Nachricht, dass Swen aufhört, sehr überraschend. Ich wusste zwar, dass es Gespräche gab, aber mehr nicht“, sagte Andreas Eck, der von Kindesbeinen an für den Verein spielt. Signale dafür hatte es auch deshalb kaum gegeben, weil es bis zu Münsters Rücktritt sportlich gut lief. Zwar standen auf der einen Seite die beiden ernüchternden Heimauftritte gegen Biebelried und Sickershausen, aber auf der anderen Seite die überraschenden wie verdienten Siege in Eibelstadt und in Mainsondheim. Mit zwei weiteren Erfolgen schienen sich die Büttharder sogar wieder in den oberen Gefilden der Kreisklasse festzusetzen. Nach dem Absturz aus der Kreisliga war das sicherlich auch ein Verdienst Münsters, der wieder mehr auf junge und einheimische Spieler setzte.

Doch trotz des guten Saisonstarts beendete der 34-Jährige nun aus privaten und beruflichen Gründen seinen Einsatz in Bütthard, so dass nun Eck, der seit Saisonbeginn Münsters Co-Trainer war, die alleinige Verantwortung beim Tabellenachten trägt. „Schon in den ersten Gesprächen habe ich meine Bereitschaft signalisiert, den Posten bis Saisonende zu übernehmen“, sagt Eck, der sich freut, seinem Heimatverein in dieser schwierigen Zeit helfen zu können. „Ich bekomme ja von allen Seiten Unterstützung.“

Der 39-Jährige braucht angesichts der langen Verbundenheit zum Verein auch kaum Eingewöhnungszeit. „Ich habe mit fast allen Spielern bereits zusammengespielt. Sie akzeptieren mich. Die Rückmeldung aus der Mannschaft ist bisher ausschließlich positiv“, sagt er. Das Team bescherte seinen neuen Coach mit einem Sieg in Iphofen, zeigte aber die folgenden Wochen wieder sein anderes Gesicht. „Wir haben zwar besser gespielt, sind dabei aber eiskalt ausgekontert worden und haben vorn die Dinger nicht gemacht“, sagt Eck, der als Informatiker arbeitet.

Negativer Höhepunkt war vergangenen Sonntag das 4:5 in Erlach. Die Mannschaft zeigte zwar noch Moral, setzte dabei aber keine von Ecks Vorgaben um. Dennoch ist der Büttharder von der Qualität seiner Schützlinge überzeugt. Er traut ihnen auch ge-gen Tabellenführer Willanzheim am Sonntag eine Überraschung zu. „Das ist keine Übermannschaft“, sagt Eck. „Und wir haben diese Saison bereits gezeigt, dass wir jeden schlagen können. Nur sind wir noch zu launisch.“ Das Potenzial ist also vorhanden. Die Frage wird sein, wie zuverlässig es die Büttharder in dieser Saison abrufen können.