FUSSBALL: RELEGATION

Der Kitzinger Bezirksliga-Traum platzt

Das Team von Tim Reiner spielt weiter in der Kreisliga. Warum auch ein starker Keeper Florian Nöth die Niederlage gegen Sand II nicht verhindern konnte.
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Kämpften mit allen Mitteln um den letzten verbliebenen Platz in der Bezirksliga: Richard Maaß (Bayern Kitzingen, links) und der Sander André Lörzer (rechts). Foto: Foto: Alexander Rausch

Nicht zu halten waren die Sander Spieler nach dem Schlusspfiff. Nicht zu halten war auch dieser eine Ball beim 0:1 (0:0) der Kitzinger Bayern gegen den 1. FC Sand II im Duell um den letzten freien Platz in der Bezirksliga. „Ich sehe, dass sie den Ball nicht klären können, gehe zum Kopfball hoch und dann landet er hinten im Eck“, beschrieb Siegtorschütze Christoph Oppelt die entscheidende Situation in der 69. Minute. Zuvor hatte sein Teamkollege Oliver Gonnert den Kitzinger Marcel Scherer auf der Linie angeköpft und es schien, als könnten die Bayern einmal mehr gerade noch den Sander Torerfolg verhindern.

Doch dem war nicht so. Denn bereits in den Minuten zuvor war die Elf von Christian Michl immer besser in die Partie gekommen und nicht nur deutlich feldüberlegen, sondern hatte auch mehrere Chancen, um in Führung zu gehen.

Kitzinger Auftritt überrascht

Aber Kitzingens Bester, Schlussmann Florian Nöth, parierte gegen Fabian Röder und Tobias Krines, die beide alleine auf ihn zustürmten, bravourös. Nöth war es auch, der in der Folge stets zur Stelle war und seine Elf im Spiel hielt. Denn wieder Krines vergab gegen den Schlussmann die Vorentscheidung. Nur gegen Matthias Pencz und erneut Krines wäre in den Schlussminuten machtlos gewesen. Nutzen sollten den Kitzingern die Paraden des Keepers hinterher freilich nichts.

Denn seine Vorderleute vermochten es gegen spielstarke und defensiv kompakt verteidigende Sander nur selten, wirklich vor des Gegners Tor zu kommen. Spielertrainer Tim Reiner blieb blass, über die Außen und aus dem Mittelfeld kamen kaum gute Zuspiele. Abschlüsse blieben Mangelware.

Tim Reiner bleibt offensiv blass

Dabei hatten die Kitzinger, die zuvor am FC Südring Aschaffenburg gescheitert waren, FC-Coach Christian Michl mit ihrer forschen Gangart überrascht: „Wir hatten selten einen Gegner, der derartig versucht hat, gegen uns Fußball spielen. Normalerweise waren wir immer die Mannschaft, die agieren musste.“

Denn vor dem Seitenwechsel bot die Elf um Sturmtank Reiner den Korbmachern ordentlich Paroli und suchte immer wieder nach spielerischen Lösungen.

Wirklich finden sollten sie sie aber nur einmal, als der eingelaufene Richard Maaß knapp vorbeischoss. Und nach einer Ecke jagte Tolga Arayici das Leder in den Fangzaun.

Ansonsten war die Sander Defensive stets im Bilde. Offensiv taten sich die Mannen aus dem Haßbergkreis hingegen schwer und kamen ebenfalls nur selten zu Chancen. René Haupts Solo mit Abschluss endete in Nöths Händen.

Tobias Mantels Kopfball klärte Marcel Scherer auf der Linie, nachdem Schlussmann Nöth einen Eckball fallen gelassen hatte. „Sie hatten sogar mehr Ballbesitz und haben es uns richtig schwer gemacht“, fand Michl, der mit einem Kraftakt rechnete.

Der wurde es dann auch. Aber er wurde einer, in dem Sand nochmals zulegen konnte und mit Christian Oppelt den entscheidenden Mann in seinen Reihen hatte. „Es war eine harte Saison. Wir sind froh, dass wir unser Ziel erreicht haben. Das ist nun Freude pur. Endlich dürfen wir wieder in der Bezirksliga ran“, frohlockte der Schütze, ehe er sich die verdiente Bierdusche abholte und mit seinen Kameraden über den Platz hüpfend den Aufstieg feierte. Da war der Kitzinger Traum von der Bezirksliga schon geplatzt.

Die Statistik des Spiels

Fußball, Relegation um den letzten freien Platz in der Bezirksliga

FVgg Bayern Kitzingen – 1. FC Sand II 0:1 (0:0)

Kitzingen: Nöth – Schlarb (46. Straßberger), Tom Reiner, Phoutavoung, Scherer – Maaß (74. Brandtner), Gaubitz, Arayici, Solick (69. Hofmann), Reuther – Tim Reiner.

Sand II: Schneider – Krug, Gonnert, Oppelt, Wagner – Kurtanovic, Moser – Mantel (59. Krines), Haupt (80. Zeiß), Lörzer (70. Pencz) – Röder.

Schiedsrichter: Alexander Arnold (DJK Waldberg). Zuschauer: 567 (in Brünnau). Tor: 0:1 Christoph Oppelt (69.).

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