FUSSBALL: LANDDESLIGA

Der FC Geesdorf steht im Herbst in voller Reife

Die Leistung seiner Elf beim 3:0 gegen Schwebenried imponiert auch dem stets kritischen Trainer Feidel. Was den Auftritt – über die drei Punkte hinaus – so wertvoll macht
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Der Geesdorfer Tresor Mbala (links) gibt Schwebenrieds Marc Müller das Nachsehen. Foto: Alexander Rausch

Jannik Feidel war zufrieden, sehr zufrieden sogar. Seine Mannschaft hatte gerade eben einen sehr abgeklärten Auftritt hingelegt. Einen Auftritt, wie ihn die Geesdorfer in dieser Saison noch nicht gezeigt hatten. Zu jeder Zeit schienen sie gegen einen allerdings auch schwachen und verunsicherten Gegner Herr der Lage – und sie vermittelten den Eindruck, immer noch eine Schippe nachlegen zu kön-nen, wenn nötig. Und auch das Toreschießen klappte diesmal früh und mehrmals.

Jannik Feidel erwartet viel von seinen Schützlingen. Stets möchte er sie weiterentwickeln, taktisch wie spielerisch. Stillstand kennt der Lehramtsstudent nicht. Oftmals haderte er in dieser Saison – und dies vor allem in den jüngsten Heimspielen –, weil die Seinen gegen Lengfeld oder Lichtenfels nicht über ein Unentschieden hinausgekommen waren, es nicht geschafft hatten, den Gegner mit ihrer durchaus vorhandenen Qualität auseinanderzuspielen.

Der nächste Schritt in der Entwicklung

Gegen Kleinrinderfeld mussten sie zwei Wochen zuvor bis in die Schlussphase warten, ehe sich die Dominanz in Toren und somit auch im Ergebnis spiegelte. Bereits da sah der junge Trainer stetige Fortentwicklung. Gegen Schwebenried folgte nun der nächste Schritt. Wie in der Vorwoche in Röllbach hatten die Geesdorfer überlegen begonnen und der Partie früh ihren Stempel verpasst.

Die Gäste fanden kein Mittel gegen die stabile Defensive des FC, und sie hatten zugleich Probleme mit dessen Hochgeschwindigkeits-Offensive, die nicht in den Griff bekamen. Ob Vincent Held, Niclas Staudt oder Ibrima Saine – immer wieder ging es mit Zug aufs von Leon Hartmann gehütete DJK-Gehäuse. So verwunderte es nicht, dass dieses Trio Schwebenried fast im Alleingang erledigte. Die Anfangsphase war gerade torlos verstrichen, da steckte Vincent Held wunderbar auf Ibrima Saine durch. Der frühere Auber enteilte und ließ Hartmann keine Chance.

Der Vorsprung macht Geesdorf souveräner

Wenige Minuten später luchste Torjäger Held weit in der gegnerischen Hälfte Fabio Baum das Leder ab und verwertete aus rund zwanzig Metern gekonnt. Der verdiente Vorsprung machte die vorher schon souveränen Gastgeber noch souveräner. Schwebenried mühte sich zwar nach Kräften, eigene Angriffe zu inszenieren, aber spätestens in der dichten Viererkette der Gastgeber blieben sie stecken. Gefährliche Abschlüsse blieben rar.

Die zeigten zwar auch die Geesdorfer erst wieder im zweiten Durchgang, dann aber erneut erfolgreich. Und diesmal war es der Dritte im FC-Angriffsbunde, Niclas Staudt, der das Tor erzielte. Die Gäste wollten Staudt ins Abseits stellen, doch der Versuch missglückte. Der Flügelflitzer enteilte und schob zum 3:0 ein. Die Partie war endgültig entschieden und hätte noch deutlicher ausfallen können, ja müssen.

Ein kleiner Kritikpunkt des Trainers

So verpasste Simon Weiglein nach Jannik Feidels Eckball per Kopf knapp, auch Vincent Held und Niclas Staudt ließen beste Eins-gegen-Eins-Situationen gegen Leon Hartmann ungenutzt. „In diesen Szenen müssen wir das vierte Tor machen“, monierte auch Feidel, dessen Team die Partie hinterher abgeklärt zu Ende brachte. Die Gäste kamen zwar zu einigen Schussmöglichkeiten, nach Marcel Kühlingers Versuch von der Strafraumkante konnte sich auch FC-Torwart Dominik Holzmann auszeichnen. Insgesamt blieb Dominik Schönhofers Elf aber zu harmlos.

„Wir haben bis zum Ende konsequent verteidigt und blieben auch in der Schlussphase konzentriert“, sagte Feidel erfreut. „Gefallen hat mir zudem, dass wir stets versucht haben, den Ball laufen zu lassen, und auch schwierige Situationen spielerisch gelöst haben. Der Sieg fühlt sich sehr gut an.“ Geesdorfs Trainer beurteilte den am Samstag gesehenen Auftritt als den bisher reifesten seiner Mannschaft.

Die Statistik des Spiels
Geesdorf: Holzmann – Konrad, Mbala, Fabio Feidel, Simon Weiglein, Lehrmann (82. Wagner), Reuß (89. Beuerlein), Jannik Feidel, Staudt, Saine (69. Fischer), Held.
Schwebenried/Schwemmelsbach: Hartmann – Reck (54. Hart), Marc Müller, Markert, Baum, Wehner (63. Jazev), Zöller (69. Maximilian Müller), Stürmer, Paul, Lichtlein, Kühlinger.
Schiedsrichter: Manuel Doneff (Weingarts). Zuschauer: 200. Tore: 1:0 Ibrima Saine (17.), 2:0 Vincent Held (23.), 3:0 Niclas Staudt (57.).

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