Segnitz

Den Trainer freut die Gegenwehr

Als Aufsteiger hatte Christian Lauck die Saisonauftakt-Niederlagen vor heimischer Kulisse einkalkuliert. Er entdeckte aber auch positive Aspekte bei seinen Schützlingen.
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Zwei Niederlagen kassierten Felix Gernet und Zweit-Bundesliga-Aufsteiger TV Segnitz zum Saisonauftakt vor heimischer Kulisse.

Die Faustballer des TV Segnitz mussten zwar zum Feldrunden-Saisonauftakt in der 2. Bundesliga Süd zwei Heimniederlagen hinnehmen, doch Trainer Christian Lauck war gar nicht so unzufrieden über das, was er von seinen Jungs gesehen hatte. Waren sie zuerst gegen Erstliga-Absteiger Waldrennach beim 0:3 (4:11, 5:11, 7:11) noch chancenlos, zwangen sie später den TV Stammheim dazu, über fünf Sätze gehen zu müssen. „Wir haben uns heute gewehrt“, betonte der Trainer und schöpfte daraus Zuversicht für das kommende Wochenende.

„Die Leistung war ausbaufähig“, attestierte Lauck seiner jungen Truppe bei der Niederlage gegen Waldrennach. Dass mehr Druck im Angriff ausgeübt werden müsse, machte die Mannschaft später gegen Stammheim besser. „Die heutigen Niederlagen sind kein Beinbruch und waren zu erwarten“, meinte der Trainer, der sich gegen die stark eingeschätzten Gegner keinen Illusionen hingab. Während Michael Kempe für Angaben machte, war Johann Kaemmer für den Feldschlag zuständig, und Felix Gernet agierte als Zuspieler. Stand Fabio Lauck noch gegen Waldrennach in der Abwehr neben Martin Müller, spielte dann Bastian Schiffler gegen Stammheim hinten rechts. Im ersten Satz gegen Stammheim kämpfte sich Segnitz nach anfänglichem Rückstand dank einer guten Schläger-Quote von Johann Kaemmer zu einer 7:6-Führung, doch Stammheim drehte den Spieß um und setzte sich 11:7 durch. Auch im zweiten Durchgang hatte die Gäste oft die bessere Antwort und sackten den zweiten Satz 11:6 ein.

Die Bemühungen der Segnitzer trugen dann vermehrt Früchte und im dritten Durchgang lag Segnitz ständig vorne, ehe Stammheim zum 8:8 ausglich. Den ersten Satzball vergaben die Gastgeber noch, doch Johann Kaemmer machte dann zum 13:11-Erfolg den Sack zu. Das gab der Mannschaft mehr Selbstvertrauen und nach einem ähnlichen Satzverlauf standen die Segnitzer vor dem Satzausgleich. Der agile Felix Gernet übernahm dann die Verantwortung, schraubte sich an der Leine hoch und vollstreckte zum 11:9. „Leute, wir müssen so oft wie möglich versuchen, den Felix einzusetzen“, gab Christian Lauck seinen jungen Wilden, die teilweise erst 15 Jahre alt sind, mit auf den Weg für den entscheidenden Satz fünf. „Hättet ihr euch heute nicht so gewehrt, dann hättet ihr keine fünf Sätze spielen müssen“, sagte Christian Lauck zum Stammheimer Eric Rhein und flocht damit ein psychologisches Spielchen ein.

Der Auftakt des fünften Satzes verlief mit einem 0:3-Rückstand nicht wunschgemäß und der junge Bartek Karas an der Anzeigentafel forderte Johann Kaemmer auf: „Hau drauf Johann“. Dieser Aufforderung folgte der Schlagmann sofort und vollendete selbst aus bedrängter Lage einen Angriff zum 3:3-Ausgleich. Auch Christian Lauck unterstützte seine Cracks moralisch und rief Bastian Schiffler zu: „Trau dich Basti.“ Tatsächlich steckten die Gastgeber nicht mehr zurück, auch wenn sich die Gäste um ihren Spielertrainer Alwin Oberhersch nicht mehr einholen ließen und sich mit dem 11:7 den fünften Satz holten und damit auch die Begegnung mit 3:2-Sätzen gewannen.

„Dieser Auftritt war gut für die Moral“, sagte Christian Lauck und sah das Selbstvertrauen seiner Jungs zum richtigen Zeitpunkt gestärkt. Denn kommenden Samstag müssen sie zum TV Neugablonz und dort auch gegen den Hohenklingen antreten, die beide als direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt eingestuft werden. „Wir warten auf unsere Möglichkeiten, Punkte einzufahren“, gab der Faustballlehrer als Parole aus und hoffte dabei, dass das Punktesammeln schon in Neugablonz beginnt.

2. Bundesliga Süd Männer Feld

 

TV Segnitz – TV Waldrennach 0:3  
TV Waldrennach – TV Stammheim 2:3  
TV Segnitz – TV Stammheim 2:3  
TV Hohenklingen – TV Augsburg 2:3  
TV Augsburg – TV Unterhaugstett 1:3  
TV Hohenklingen – TV Unterhaugstett 0:3  

 

 

1. (1.) TV Unterhaugstett 2 2 0 0 6 : 1 4 : 0  
2. (1.) TV Stammheim 2 2 0 0 6 : 4 4 : 0  
3. (1.) TV Waldrennach 2 1 0 1 5 : 3 2 : 2  
4. (1.) TV Augsburg 2 1 0 1 4 : 5 2 : 2  
5. (1.) TSV Grafenau 0 0 0 0 0 : 0 0 : 0  
5. (1.) TV Neugablonz 0 0 0 0 0 : 0 0 : 0  
5. (1.) TV Stammheim II 0 0 0 0 0 : 0 0 : 0  
8. (1.) TV Hohenklingen 2 0 0 2 2 : 6 0 : 4  
8. (1.) TV Segnitz 2 0 0 2 2 : 6 0 : 4  

 



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