SSV Kitzingen - SSV Jahn Regensburg 0:2 (0:1)
Torfolge: 0:1 Maximilian Wolf (19.), 0:2 Patrick Fuchs (46.).

"Es war das erwartet schwere Spiel für uns gegen einen tiefstehenden Gegner", so lautete das erste Fazit des Regensburger Trainers Georg Mrozek nach der Partie seines Jahns in der Kitzinger Siedlung. Mit 0:2 mussten sich die SSV-ler dem Tabellenführer aus der Oberpfalz geschlagen geben und die Dominanz des Gegners anerkennen.

"Die haben natürlich technisch sehr starke Akteure in ihren Reihen. Da kann jeder mit dem Ball perfekt umgehen", zeigte sich auch Kitzingens Trainer Silvio Scintu beeindruckt vom Jahn. Dennoch wehrten sich seine Schützlinge tapfer und kämpften bravourös. "Wir mussten wirklich geduldig und hochkonzentriert spielen und unsere Offensivbemühungen nicht übertreiben", schilderte Mrozek die Taktik seiner Mannschaft, die trotz gleicher Ligazugehörigkeit wohl in ihrer eigenen Klasse unterwegs ist. "Wir trainieren vier Mal die Woche und sehen uns auch am Wochenende meist zwei Mal. Das ist schon alles sehr professionell bei uns", so Mrozek über den wöchentlichen Ablauf seiner U15.

Professionell war auch der Auftritt des SSV Jahn in Kitzingen. "Da unsere erste Mannschaft heute ein Heimspiel hatte, durften wir den topmodernen Jahn-Bus nehmen. Das hat die Kids noch zusätzlich motiviert." Bereits um 10.30 Uhr fuhr der Jahn-Tross Richtung Kitzingen los, um nach zwei Stunden Fahrtzeit in der "Roten Erde" anzukommen.

"Wir wollen die Kinder auf einem hohen Leistungsniveau fordern und fördern, achten dabei aber natürlich in erster Linie auch auf die Schule. Diese hat trotz der professionellen Bedingungen absolut Vorrang", beschreibt Mrozek die primäre Zielsetzung des Vereins. Gemeinsam mit dem FC Schweinfurt 05 liefert sich Regensburg aktuell ein Duell um die Bayern-ligameisterschaft. "Der Aufstieg ist für mich eigentlich kein Thema, mit dem ich mich befasse. Ich denke von Spiel zu Spiel und will die Jungs voranbringen. Gute Leistungen spiegeln sich dann automatisch in der Tabelle wider", stapelt Mrozek ähnlich tief wie Jürgen Klopp bei den Dortmundern.

In der Siedlung hatte das Regensburger Team das Spiel fast über die komplette Spielzeit im Griff. Zwei schöne Tore, Maximilian Wolf nach einem Freistoß per Direktabnahme und Patrick Fuchs mit einer schönen Kombination, sorgten für den souveränen Auswärtssieg bei defensiv starken Kitzingern. "Wir standen kompakt, haben - wie vorgenommen - keine Standards gegen uns produziert und daher verdient gewonnen", zeigt sich Mrozek angetan von der Leistung seiner Jungs.

So lief die Partie, wie von vielen erwartet. Ändern hätte dies nur eine Szene in der 15. Minute können. SSV-Kapitän Niels Lange lief nach schönem Pass von Angelo Gnirck allein auf das Regensburger Tor zu, setzte den Ball aber neben den rechten Pfosten. "Dieses Riesenbrett muss natürlich rein, das hätte uns voll in die Karten gespielt", trauert Scintu nach dem Abpfiff einem möglichen 1:0 noch nach. "Wir haben alles in allem eine gute Leistung gebracht gegen diesen sehr starken Gegner. Nur hatten wir über die komplette Spielzeit einfach zu viel Angst, dann hast du natürlich keine Chance", zieht Scintu ein Fazit.

SSV Kitzingen: Jan Widulle; Özer Gisi, Yanik Unger, Alexander Schmidbauer (63. Mario Paul), Daniel Veeh (36. Sebastian Störk), Sandro Köberlein (58. Eric Propp), Maximilian Meyer, Marcel Kühlinger, Pascal Kapp, Angelo Gnirck, Niels Lange.

SSV Jahn Regensburg: Florian Kastenmeier; Thomas Fink, Lukas Kaiser, Michael Brandl, Mario Baldauf (67. Konstantin Keilholz), Andreas Kalteis, Maximilian Wolf, Yannik Grade, René Zeltner (62. Timo Spennesberger), Patrick Fuchs (59. Thomas Stowasser), Martin Gambos.