Frauenfußball

Das bayerische Halbfinale war greifbar nahe

Hallen-Bezirksmeister Frickenhausen scheidet in Altötting unglücklich aus
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Nachdenklich: Gernot Haubenthals TSV Frickenhausen landete bei der bayerischen Hallenmeisterschaft der Frauen „nur“ auf dem sechsten Platz. Foto: Foto: Jürgen Sterzbach

Auch wenn Gernot Haubenthals Wunsch einer Finalteilnahme nicht erfüllt wurde, können Frickenhausens Fußballerinnen mit ihrem sechsten Platz bei der bayerischen Hallenmeisterschaft in Altötting zufrieden sein.

Unverständnis äußerte der Trainer über zwei Dinge: Den Modus, weil der direkte Vergleich über dem Torverhältnis steht und den Leistungseinbruch seiner Schützlinge vom ersten zum zweiten Spiel. Die schwache Vorstellung bei der 1:2-Niederlage gegen Gastgeber Altötting (Bezirksoberliga, (TSV-Tor: Sandra Abersfelder) muss der Übungsleiter mit seinen Spielerinnen ausmachen. Den Modus gibt es seit einigen Jahren. Der Mehrwert des direkten Vergleichs wurde damals aus durchaus nachvollziehbaren Gründen eingeführt. Man wollte damit vermeiden, dass in der Vorrunde bereits ausgeschiedene Mannschaften sich in ihren letzten Gruppenspielen „abschlachten lassen“ und dadurch das Torverhältnis ihrer späteren Gegner aufpolieren, während sie sich zu Turnierbeginn noch richtig gewehrt hatten. Aber auch Haubenthals Begründung, dass der Sinn der Gruppenspiele doch der sei, eine schwache Vorstellung in den nächsten Spielen korrigieren zu können, ist nachvollziehbar.

Dass für Frickenhausens Frauen nicht mehr heraussprang, lag allein an der Niederlage gegen den Gastgeber. „Das war erschreckend. Wir haben nichts auf die Füße gebracht“, kommentiert Haubenthal. Im Eröffnungsspiel gegen den späteren Turniersieger Schwaben Augsburg (Tabellenführer Regionalliga Süd) sah er seinen TSV beim 1:1-Unentschieden (Tor: Sandra Abersfelder) als überlegene Mannschaft, die noch viele Chancen ausgelassen hätte. Mit einem 3:1 (Tore: Kim Kißler 2, Sandra Abersfelder) gegen Falkenheim Nürnberg (Bezirksliga) versöhnten Frickenhausens Kickerinnen ihren Trainer. Genutzt hat es aber nichts mehr. Es blieb nur noch das Spiel um Platz fünf, das mit einer 0:2-Niederlage gegen den TSV Theuern (Bezirksliga) endete.

TSV Frickenhausen: Dominique Göpfert, Tina Stahl, Sabine Müller, Janina Walter, Kim Kißler, Sarah Schmidt, Manuela Schlör, Sandra Abersfelder, Anja Schreck, Emilia Kempf, Lisa Uhl, Nadia Kuhlmann.

Die Statistik zum Turnier

Gruppe A
 

TSV Falkenheim Nürnberg – TV Altötting 1:1

TSV Schwaben Augsburg – TSV Frickenhausen 1:1

TSV Falkenheim Nürnberg – Schwaben Augsburg 1:1

TSV Frickenhausen – TV Altötting 1:2

TV Altötting – TSV Schwaben Augsburg 1:5

TSV Frickenhausen – TSV Falkenheim Nürnberg 3:1

 

1. TSV Schwaben Augsburg 7:3 5

2. TV Altötting 4:7 4

3. TSV Frickenhausen 5:4 4

4. TSV Falkenheim Nürnberg 3:5 2

Gruppe B
 

TSV Theuern – FC Stern München 1:1

SV Thenried – SV Frensdorf 0:0

TSV Theuern – SV Thenried 0:2

SV Frensdorf – FC Stern München 0:1

FC Stern München – SV Thenried 1:0

SV Frensdorf – TSV Theuern 1:3

 

1. FC Stern München 3:1 7

2. SV Thenried 2:1 4

3. TSV Theuern 4:4 4

4. SV Frensdorf 1:4 1

Halbfinale
 

TSV Schwaben Augsburg – SV Thenried 2:0

FC Stern München – TV Altötting 1:0

Um Platz 7

TSV Falkenheim Nürnberg – SV Frensdorf 2:1
Um Platz 5

TSV Frickenhausen – TSV Theuern 0:2
Um Platz 3

SV Thenried – TV Altötting 2:1
Endspiel

TSV Schwaben Augsburg – FC Stern München 3:0

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