MOTORSPORT

Christian Handa rast mit Bestzeit den Berg hoch

Beim Bergrennen in Eichenbühl gerät der Markt Einersheimer in einen Gewissenskonflikt: Er meister ihn mit dem Sprung auf einen Podestplatz.
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Der Markt Einersheimer Motorsportler Christian Handa vom AMC Kitzingen mit seinem Lancia Delta Foto: Foto: Hartmut Hess

Hin- und hergerissen war Christian Handa beim 52. Bergrennen in Eichenbühl. Der Mann des AMC Kitzingen stand mit im Fokus der heimischen Motorsportfans, hat der Mainbernheimer doch seit geraumer Zeit eine Freundin aus Eichenbühl und ist dort fast eingemeindet. Am Rennsonntag führte er nach zwei von drei Läufen das Klassement der Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP) an, und er stand vor einem Gewissenskonflikt und der Frage: den Klassensieg sichern oder seine Laufzeit verbessern?

Beim Training am Tag zuvor hatte der Bergrennsport-Novize dieses Jahres mit 1:46 Minuten begonnen und sich dann auf 1:40 Minuten verbessert. In der Gleichmäßigkeitsprüfung geht es darum, eine im ersten Lauf gefahrene Zeit in den beiden folgenden Läufen möglichst zeitgenau zu wiederholen – die Abweichung von der Referenzzeit entscheidet über die Platzvergabe in der GLP-Gruppe.

Die Samstagszeit war am Sonntagmorgen wegen Dauerregens nicht zu halten. Auf Regenreifen bewältigte Christian Handa die 3050 Meter lange Strecke in 1:44,97 Minuten. Im zweiten Lauf war er auf Slicks unterwegs, aber drei Fahrfehler führten zu einer Zeit von 1:44,78 Minuten – eine Abweichung von nur 19 Hundertstelsekunden, sie bescherte ihm den Spitzenplatz unter den insgesamt am Samstag angetretenen 24-GLP-Fahrern.

„Ein Klassensieg wäre eine kleine Entschädigung dafür, wenn ich jetzt nicht mehr schneller fahren würde“, überlegte der 24-Jährige – und setzte dann doch darauf, neue persönliche Bestzeit zu erzielen. Im weiß-blauen Lancia Delta Integrale HF Evo III mit 200 PS drückte er seine Bestmarke auf 1:39,38 Minuten und machte dadurch ungewollt einen Kompromiss. Denn er realisierte seine persönliche Bestleistung und wich nur so gering von seiner Referenzzeit ab, dass er in der Endabrechnung auf den dritten Platz unter 21 verbliebenen Konkurrenten kam.

Einen Platz im Mittelfeld der teilnehmerstärksten Klasse der „E1“ (bis 2000 Kubikzentimeter) belegte Thomas Dümler im VW Golf seines Sohnes Christian Dümler. Nach 1:44 Minuten im Regen fuhr der Prölsdorfer später zweimal Zeiten von 1:29 Minuten und beendete das Rennen auf dem 15. Platz. Ebenfalls in der Zwei-Liter-Klasse mischte sein Kitzinger Klubkollege Martin Schug in einem Golf mit. Der Fürrnbacher kam nach Zeiten zwischen 1:58 Minuten und 1:38 Minuten auf Rang 28 unter den 37 angetretenen Konkurrenten dieser Klasse.

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