Ochsenfurt

Bonus für den Spielkreis Würzburg

Drei Mannschaften aus dem Spielkreis Schweinfurt qualifizieren sich für die Bezirksmeisterschaft. Warum stellt Würzburg sogar vier Vertreter?
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Sozusagen vor der Haustüre findet für die hiesigen Vertreter die Fußball-Hallenmeisterschaft des Spielkreises Würzburg statt. Wegen des 100-jährigen Vereinsjubiläums des FC Ochsenfurt richtet diesmal der Ochsenfurter FV den Kampf um den Würzburger Hallentitel aus. Dabei dürfen sich die Gastgeber auf einige Nachbarschaftsduelle sowie auf zwei Landesligisten freuen. Gleichzeitig will auch der FC Geesdorf in Bergrheinfeld seiner Favoritenrolle gerecht werden und sich zum Schweinfurter Sieger küren.

Hoch her geht es seit Wochen in der Ochsenfurter Dreifachturnhalle. Eie JFG Maindreieck Süd war Ausrichter der Hallenkreismeisterschaften aller Altersklassen ab U 13. Der der SV Kleinochsenfurt verantwortete das Vorturnier der Aktiven. Nun gastieren am Samstag, 12. Januar, auch die besten Futsal-Teams des Fußballkreises in der Zuckerstadt und balgen sich um den vakanten Thron des Würzburger Hallenkönigs. Denn Titelverteidiger TSV Unterpleichfeld nimmt aufgrund personeller Engpässe gar nicht erst teil. „Es ist schade, aber wir haben an diesem Wochenende nicht genug Spieler“, erklärt Spielertrainer Andreas Zehner das ungewöhnliche Vorgehen.

Nutznießer der kuriosen Absage ist nun der FC Hopferstadt, der sich beim Ochsenfurter Vorturnier im Spiel um Platz drei – eigentlich hätte es ein kleines Finale gar nicht gegeben – knapp gegen den TSV Sulzfeld durchsetzte. „Wir mussten auch erst überlegen, ob wir überhaupt ein Team stellen können, da am Wochenende die lange geplante Skifahrt des Vereins nach Schladming stattfindet“, berichtet FC-Trainer Martin Gerlinger, der selbst nach Österreich fährt. Letztlich fanden sich jedoch neun weniger Ski-begeisterte Kicker, die nun beim „Heimspiel“ versuchen wollen, die Scharte aus dem letzten Jahr auszuwetzen, als die Schwarz-Weißen in Rottendorf als Gruppenletzter frühzeitig ausschieden. Denn attraktiv sei das Turnier allemal mit den umliegenden Mannschaften und möglichen Nachbarschaftsduellen sowie den Landesligisten.

Das finden auch Frickenhausens Übungsleiter Philipp Hemmerich und OFV-Trainer Kabil Jabiri, die sich ebenfalls vor (hoffentlich) wieder voll besetzter und stimmungsvoller Halle auf rassige Begegnungen freuen. „Wir wollten unbedingt wieder dabei sein und daher beim Vorturnier unter die ersten Drei kommen“, ging Hemmerich schon mit dem Ziel in die Qualifikation, was bravourös gelang. Erst im Finale nach zuvor souveräner Vorstellung unterlagen die Grün-Weißen dem FC Eibelstadt. Ähnlich ambitioniert und mit der positiven Erinnerung an die stimmungsvolle Meisterschaft vor zwei Jahren in Karlstadt visieren die Frickenhäuser auch diesmal das Viertelfinale an, in dem sie damals an Höchberg scheiterten. „Das wollen wir schon erreichen und freuen uns, uns als A-Klassist wieder mit solchen Teams messen zu dürfen“, meint Hemmerich voller Vorfreude.

Ganz so weit geht Ochsenfurts Kabil Jabiri nicht. Er wünscht sich, dass sich seine Mannschaft vor eigenem Publikum gut verkauft und einen guten Eindruck hinterlässt. Denn in der Gruppe mit Titelverteidiger Rottendorf, Bergtheim und Eibelstadt sind die Zuckerstädter krasser Außenseiter. Dennoch erwartet Jabiri interessante Spiele. Diese werden wahrscheinlich auch die Eibelstädter liefern, die als Erster beim Ochsenfurter Vorturnier ihre technischen Qualitäten einmal mehr unter Beweis stellten. „Wir hatten keine Maßgabe, aber die Jungs haben es richtig gut gemacht“, freut sich der scheidende FC-Trainer Fabian Gärtner über den Erfolg, obwohl der Hallenfußball aus seiner Sicht in den vergangenen Jahren mehr und mehr an Reiz verloren habe. Trotz Lokalkolorit fehlten zunehmend die großen Namen wie Kickers, Würzburger FV oder Lengfeld. Das sei schade.

Ähnlich ist das Bild auch bei der Schweinfurter Hallenkreismeisterschaft. Denn von den Speerspitzen des Landkreises ist diesmal nur der FC Geesdorf als Landesligist dabei und hat damit als ranghöchste Mannschaft zwangsläufig die Favoritenrolle inne. Dieser möchte Hassan Rmeithi, der nach acht Jahren im Sommer bei den Schwarz-Weißen aufhört, aber auf jeden Fall gerecht werden: „Wir wollen das Turnier gewinnen. Das wird zwar nicht einfach, muss aber unser Anspruch sein. Deshalb fahren wir mit einer entsprechenden Mannschaft nach Bergrheinfeld.“ Von den arrivierten Hallenkräften wird voraussichtlich nur Stefan Weiglein fehlen. Trotz aller Ambitionen unterschätzt Rmeithi, der die Fußballschuhe selbst schnürt, die Konkurrenz keineswegs. Sowohl die Bezirksligisten Gochsheim und Bergrheinfeld hätten tolle Einzelspieler, und auch Kreisligist FC Gerolzhofen spielt eine starke Hallenrunde.

In beiden Kreisen qualifizieren sich die drei Erstplatzierten für die Bezirksendrunde am 19. Januar in Bergrheinfeld. Würzburg hat sogar vier Startplätze, weil der TSV Rottendorf als Titelverteidiger automatisch für Bergrheinfeld qualifiziert ist. Sollten die Rottendorfer in Ochsenfurt auf einem der ersten drei Plätze landen, darf auch der Viertplatzierte bei der Bezirksendrunde starten.



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