FUßBALL: A-KLASSE

Bibergau entledigt sich eines Verfolgers

Obwohl zwei wichtige Spieler fehlten, strebt der Kreisklassenabsteiger mit Macht die sofortige Rückkehr an. Auch Gnodstadt konnte ihn nicht stoppen.
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Bibergaus Kapitän Manuel Herrlein (am Boden) fährt Gnodstadts Torschützen Sebastian Jakob in die Parade. Der Tabellenführer gewann gegen seinen Verfolger mit 2:1. Foto: Foto: Alexander Rausch

Schwerer als nötig tat sich Tabellenführer VfR Bibergau beim 2:1 (1:1)-Sieg gegen Verfolger TSV Gnodstadt. Denn einmal mehr verwertete der Absteiger seine Möglichkeiten nicht konsequent und musste so bis zum Ende gegen spielerisch limitierte Gäste zittern.

Ohne ihre beiden Spielertrainer Maximilian Wunder, der privat verhindert war, und Dustin Höppner, der aufgrund von Rückenproblemen nur an der Linie stand, legten die Gastgeber aber dennoch los wie die Feuerwehr. Bereits nach drei Minuten verwertete Nico Neubauer eine Ecke Luca Ringelmanns zur frühen Führung. Auch danach gaben die Blau-Weißen den Ton an und die Richtung des Spiels vor. Die vornehmlich in der Defensive geforderten Gnodstädter, die selbst noch mit dem Relegationsrang liebäugeln, kamen nur selten aus der eigenen Hälfte. Offensiv blieb der Tabellendritte gänzlich wirkungslos.

Zudem kam der Elf von Michael Rieger zu Gute, dass die Gastgeber ihre Angriffe meist zu schlampig zu Ende spielten und so die Seinen immer wieder einen Fuß dazwischen brachten. Nur gegen Luca Ringelmann (21.) und den durchgebrochenen Nico Neubauer (25.) musste TSV-Schlussmann Sebastian Kleinschrot eingreifen, tat das aber bravourös. Erst kurz vor der Pause, als Benjamin Gehring seine Schnelligkeits-Vorteile auf dem linken Flügel ausspielte und Nico Neubauer mustergültig bediente, klingelte es erneut im Gäste-Kasten. „Sie waren uns taktisch und spielerisch überlegen. Zu allem Überfluss passieren uns dann auch noch leichte Fehler im Spielaufbau oder vor dem ersten Gegentor, als drei Spieler auf der Linie nicht reagieren“, analysierte Gnodstadts Übungsleiter Michael Rieger.

Dennoch waren seine Schützlinge nach dem Seitenwechsel plötzlich wieder im Spiel. Andre Schwarz hatte auf Sebastian Näck durchgesteckt, der von Bibergaus Torhüter Matthias Zayc im Strafraum von den Füßen geholt wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte Sebastian Jakob sicher. Plötzlich wackelte der Spitzenreiter. Nach einem verunglückten Kopfball stand Andre Schwarz völlig frei vor Matthias Zayc. Sein Schuss wurde aber geblockt. Den Nachschuss setzte Sebastian Näck knapp daneben (55.). Doch Gnodstadts Aufschwung währte nur kurz, und die Heimelf fing sich wieder, hatte aber im Spiel nach vorne die gleichen Probleme wie im ersten Durchgang. Luca Ringelmann fehlte zweimal die Präzision (58./82.) und Silas Steinhoff die nötige Konzentration, als er den Ball aus drei Metern am leeren Tor vorbeischob (73.).

Bibergau machte den Sack nicht zu und wurde beinahe noch bestraft, aber Sebastian Näck verpasste Florian Otts langen Ball knapp (88.). So feierte der Spitzenreiter einen mühsamen Arbeitssieg und bleibt weiter klar auf Aufstiegskurs. „Sie waren körperlich robust, aber meine Jungs haben eine gute Leistung gebracht trotz einiger Ausfälle. Darauf bin ich stolz“, war Dustin Höppner selbst ob der unnötigen Spannung zufrieden.

Die Statistik des Spiels

Fußball A-Klasse Würzburg 3: VfR Bibergau – TSV Gnodstadt 2:1 (1:1)

Bibergau: Zayc – Ringelmann, M. Herrlein, Bonauer, B. Gehring – Steinhoff, F. Herrlein, J. Gehring, Orth – Neubauer, Ringelmann. Eingewechselt: Wehner (63.), Schymura (74.), Keil (88.).

Gnodstadt: Kleinschrot – Grau, Nagel, Weigl, Lang – Neubauer – Hofmann, Näck, Cäsar, Heid – Jakob. Eingewechselt: Ott (31.), Schwarz (31.), Maemecke (58.).

Schiedsrichter: Beck (Winterhausen).

Gelbe Karten: J. Gehring, Zayc – Hofmann, Maemecke.

Tore: 1:0 Nico Neubauer (3.), 2:0 Nico Neubauer (42.), 2:1 Sebastian Jakob (48., Foulelfmeter).

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