Vier Spiele – vier Siege: es besteht kein Zweifel, dass die Kitzinger 2014 zu den „Mannschaften der Stunde“ in der Landesliga zählen. Aber auch der Gast überzeugte mit drei Erfolgen und einem Unentschieden. Dass die Kitzinger (5., 38 Punkte, 37:24 Tore) derzeit um zwei Ränge besser platziert sind als die Leinacher (7., 36, 37:24), ist auch der Tatsache zweier mehr ausgetragener Spiele geschuldet.

Grob betrachtet, rechnet Bayern-Sportleiter Burkhard Straßberger beide Konkurrenten zu den Mannschaften, die sich – trotz der guten Platzierung – noch lange nicht in Sicherheit wiegen dürfen. „Unser Blick muss auf jeden Fall nach hinten gehen“, warnt der Kitzinger Funktionär. Aus purem Eigeninteresse für diese Saison versteht sich, aber auch im Vorgriff auf die neue, die bereits am 12. Juli startet. Bedenkt man, dass die laufende Spielzeit am 24. Mai endet und anschließend Relegationsspiele stattfinden, wäre die Pause bis zum Beginn der rund sechswöchigen Vorbereitung doch recht kurz. „Also heißt es, möglichst schnell den sicheren Hafen zu erreichen“, zieht Landratte Straßberger einen Vergleich zur Seefahrt.

Eine Erklärung für die positive Entwicklung seiner Mannschaft hat er auch parat, ein Erfolgsgeheimnis aber nicht. „Wir hatten – bedingt durch den milden Winter – eine richtig gute Vorbereitung. Dann kam – wie in Stegaurach – das Glück dazu, aber das gleicht sich ja im Verlauf der Runde aus“, glaubt der Bayern-Sportleiter, der die Vorrunde mit 25 Zählern gar nicht so schlecht beurteilt wie manche Kritiker.

Von den Leinachern erwartet er „sicherlich keinen Hurra-Stil, wenn man zu einer Mannschaft kommt, die vier Spiele hintereinander gewonnen hat“. Er tippt eher auf eine vorsichtig auftretende Gäste-Elf, die zunächst einmal Gegentore verhindern will.