Würzburg
Basketball

Ausgeruht gegen die Auftrumpfer

Der Tabellen-Zweite aus Oldenburg ist zu Gast in der s.Oliver-Arena. Während die Würzburger ausgeruht in das Spiel gehen, haben die stark aufspielenden Norddeutschen eine "englische Woche" in den Beinen.
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Würzburgs Jimmy McKinney behauptet gegen Gießens Robin Pflüger den Ball.   Foto: Tobias Köpplinger
Würzburgs Jimmy McKinney behauptet gegen Gießens Robin Pflüger den Ball. Foto: Tobias Köpplinger
s.Oliver Baskets - EWE Baskets Oldenburg (Sonntag, 17 Uhr).

Würzburg — Sieben
Tage Pause nach einem Spiel - diesen Luxus hatten die Baskets in dieser Woche nach der hart umkämpften Halbfinal-Neuauflage bei ratiopharm Ulm zum ersten Mal seit dem Start in die Saisonvorbereitung. Eine ähnlich schwere Aufgabe wie beim Vizemeister wartet im Heimspiel des 5. Spieltags: Am Sonntag ist mit den EWE Baskets aus Oldenburg eine der Top-Mannschaften der BBL in der erneut ausverkauften Arena zu Gast.
"Abgesehen vom ersten Spiel gegen Bayreuth können wir zufrieden sein", sagt Baskets-Headcoach Marcel Schröder nach zwei Siegen und zwei Niederlagen zum Saisonauftakt: "Gegen Ulm haben wir unser bisher bestes Spiel gemacht, auch wenn wir nicht dafür belohnt worden sind. Angesichts unserer Verletzungen ist die Entwicklung der Mannschaft in Ordnung. Jetzt warten drei schwere Aufgaben auf uns."

Nach dem Heimspiel gegen die Oldenburger Donnervögel geht es zu den Artland Dragons (27. Oktober), eine Woche später (3. November, 20 Uhr, live auf Sport1) ist der FC Bayern München in der s.Oliver-Arena zu Gast.
Im Sonntags-Duell gegen die Gäste aus Norddeutschland muss Schröder weiterhin auf die verletzten Chris McNaughton und Maxi Kleber verzichten. Aufbauspieler Maurice Stuckey ist trotzdem sicher, "dass wir mit unseren Fans im Rücken gegen Oldenburg ein gutes Spiel abliefern werden. Es wird eine intensive und spannende Partie und wir werden versuchen, dem Spiel mit unserer Verteidigung den Stempel aufzudrücken."

Das erhoffte Wiedersehen mit Chris Kramer, in der vergangenen Saison einer der Leistungsträger der Baskets auf dem Weg ins Halbfinale, wird es dabei zumindest auf dem Spielfeld nicht geben: Der 24-jährige US-Amerikaner laboriert seit mehreren Wochen an einer schmerzhaften Achillessehnenreizung. Kramer ist einer von mehreren hochkarätigen Neuzugängen, mit denen Oldenburg nach einer für ihre Ansprüche enttäuschenden Saison mit Platz zehn wieder an frühere Erfolge anknüpfen wollen.

Der Deutsche Meister von 2009 lockte mit Sebastian Machowski einen neuen Cheftrainer von Braunschweig nach Oldenburg. Auf der Position des Spielmachers soll Dru Joyce an Stelle des glücklosen Bobby Brown die Mannschaft führen und hat seine Qualitäten an den ersten vier Spieltagen auch bereits unter Beweis gestellt: Knapp 11 Punkte, 4,8 Korbvorlagen und 4,5 Rebounds pro Partie sind bisher eine bemerkenswerte Visitenkarte des 27-jährigen Playmakers, der zuvor in Trier und Ulm auf Korbjagd ging.

Vom Serienmeister Bamberg wechselte Shooting Guard Julius Jenkins zu den Donnervögeln, Nationalspieler Konrad Wysocki kehrte nach einem Jahr in Polen in die BBL zurück. Der vierte Neuzugang Mustafa Abdul-Hamid hat bereits Profi-Stationen in Serbien, Frankreich und Slowenien hinter sich.

Im Gegensatz zu den Baskets haben die Donnervögel eine "englische Woche" hinter sich: Am Mittwoch holten sie in Ludwigsburg mit 79:64 ihren zweiten deutlichen Auswärtserfolg nach dem Sieg bei den Bayern.

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