Abtswind

Aufsteiger Abtswind will auswärts den Ärger vergessen lassen

Nur das Ergebnis passte Abtswinds Trainer Mario Schindler gegen Aubstadt nicht. Beim Tabellensechsten Ammerthal soll für den Aufsteiger auch das Resultat passen.
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Der gesperrte Marcel Ruft fehlte den Abtswindern.
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Zufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft, aber ebenso enttäuscht wegen des Ergebnisses: In dieser Gefühlswelt befand sich Abtswinds Trainer Mario Schindler nach dem 1:3 im Heimspiel gegen Aubstadt. Den als Tabellenführer angereisten Gästen hatte der Aufsteiger lange Zeit wirksam Paroli geboten. Erst als sich in der Schlussphase nur noch neun Abtswinder gegen elf Aubstädter zu wehren versuchten, schlug das Pendel gegen sie aus. Mit zwei späten Gegentoren nahm Aubstadt glückliche drei Punkte mit und ließ verärgerte Abtswinder zurück.

Es war die zweite Niederlage nacheinander, aber mehr reihten sich in der Abtswinder Bilanz in dieser Saison auch noch nicht aneinander, so dass ein erneuter Erfolg den Wechsel zwischen Siegen und Niederlagen bestätigten würde. Am Sonntag treten die Abtswinder in Ammerthal an. Zwischen Sulzbach-Rosenberg und Amberg gelegen, behaupten sich die Oberpfälzer insgesamt im sechsten Jahr in der Bayernliga, nur einmal unterbrochen durch ein Jahr in der Landesliga, in dem sie als Meister auf dem direkten Weg in die höhere Liga zurückkehrten.

Michael Jonczy, Tom Abadjiew und Friedrich Lieder prägten in den letzten Jahren die Ammerthaler Offensive, wobei nach den Wechseln Abadjiews nach Ansbach und Lieders nach Cham nur noch der 31-jährige Jonczy für die Ammerthaler stürmt. Mit vier Toren stellte er seine Treffsicherheit aber auch in dieser Saison schon unter Beweis. Hinzu kam mit Marco Weber aus Seligenporten ein bereits höherklassig erfahrener Mittelfeldspieler. Vor dem Ende der Wechselfrist schloss sich Jan Mazanec der Mannschaft von Trainer Dominik Haußner an. Mazanec spielte bereits zuvor unter Haußner in Neumarkt, bevor er in dieser Saison zunächst nach Vach wechselte.

Nach einem kurzen Zwischenhoch mit drei Siegen verließen die Ammerthaler in den letzten beiden Auswärtsspielen in Aubstadt und Seligenporten den Platz wiederum nicht als Sieger. Jedoch waren sie in Seligenporten knapp davor, bevor sie ein ärgerliches spätes Gegentor auf ein Unentschieden einschränkte, wodurch ihnen ein Sprung unter die bislang besten drei Mannschaften verwehrt blieb. Ligaspiele fanden zwischen Ammerthal und Abtswind bislang keine statt. Mit Sebastian Zecho gibt es bei den Gastgebern aber einen Akteur, der vor fast vier Jahren mit Baiersdorf in der Landesliga schon einmal gegen die Abtswinder spielte.

Vor allem auswärts wird sich der Aufsteiger strecken müssen, denn bislang erzielte er die Mehrzahl seiner Punkte auf eigenem Platz. Gleiches gilt für die heimstarken Ammerthaler, bei denen in dieser Saison bislang nur der Würzburger FV, und das nach einer kampfbetonten Partie mit einem knappen 1:0, den Platz als Sieger verließ. Trotz der jüngsten Niederlage wollen sich die Abtswinder am Aubstadt-Spiel aufrichten: „Wir haben einer absoluten Spitzenmannschaft einen heißen Kampf abgeliefert. Wir müssen das Positive aus diesem Spiel mitnehmen“, sagt Abtswinds Trainer Mario Schindler, der auf den rotgesperrten Marcel Ruft verzichten muss. Text: jst



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