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Aub spricht vom Aufstieg

Christopher Dietl und seine Schützlinge wollen den Durchmarsch in die Kreisklasse schaffen. Wenn sie weiterhin das Glück auf ihrer Seite haben, ...
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Zu null gehalten: Aubs Torhüter Thim Schuster streckt sich und pariert den gegnerischen Schuss akrobatisch zur Ecke.

Mit einem Erfolg im Spitzenspiel setzte sich Tabellenführer TSV Aub von seinen Verfolgern ab. Nach dem 1:0 (0:0)-Sieg gegen SV Tückelhausen/Hohestadt beträgt der Vorsprung auf den zweiten Platz bereits sieben Punkte. Dass dieser Sieg allerdings glücklich zustande gekommen war, räumte Aubs Trainer Christopher Dietl nach Spielende ein: „Über die ganze Spielzeit gesehen wäre ein Unentschieden gerecht gewesen. Auch sein Kollege Bernd Wenkheimer befand aus der Sicht seiner Mannschaft: „Am Ende ist das Ergebnis für uns unglücklich.“

Der Respekt vor dieser Begegnung mit dem direkten Konkurrenten war den beiden Mannschaften in der Anfangsphase anzumerken. Es standen sich zwei Serientäter gegenüber; die Hausherren waren zuvor siebenmal ungeschlagen geblieben, die Gäste hatten sogar bereits seit zwölf Spielen nicht mehr verloren. „Wir haben anfangs auf Sicherheit gespielt und versucht, durch lange Bälle ins Spiel zu finden“, stellte Dietl hierzu fest. Auch der Gegner ging in den ersten Minuten kein allzu hohes Risiko ein. „Wir wollten hinten erst einmal sicher stehen und auf dem großen Platz gut verteidigen“, erklärte Wenkheimer. Das sei ihnen gut gelungen.

Erste Aktionen kamen deshalb nicht zum aussichtsreichen Abschluss. Nach einem Eckstoß Felix Meinzingers verpasste aber der Kopfball des aufgerückten Jonas Savickas das gegnerische Tor nur knapp. Wenige Minuten später versäumten die Gäste mit ihrer zweiten Gelegenheit die Führung, als ein Schuss nach Julian Fries‘ Alleingang an den Pfosten schlug. „Mit einer Führung wäre es für uns leichter geworden“, haderte Wenkheimer mit den verpassten Gelegenheiten. Auch Dietl bezeichnete den Gegner in der ersten Halbzeit als überlegen: „Bei Tückelhausen habe ich die reifere Spielanlage und die besseren Chancen gesehen.“ Gästetorwart Thomas Rüger hatte dagegen nur in der Anfangsphase einen Kopfball Kastriot Krasniqis festhalten müssen.

Auch nach dem Seitenwechsel fanden zunächst die Gäste schneller ins Spiel, doch ein Kopfball Savickas‘ verfehlte das Auber Tor. Die Hausherren versuchten ihr Spiel geordneter aufzubauen, doch erreichten Fehlpässe meist den Gegner. Rüger, lange Zeit ohne Bewährungsprobe, zeichnete sich allerdings aus, als Aubs Ibrima Saine überraschend über links zum Schluss gekommen war. Aub gab nicht auf, kämpfte sich trotz aller Schwierigkeiten ins Spiel und wurde belohnt: Nach einem Doppelpass im Mittelfeld passte Benedikt Menth steil auf Saine, dessen Torschuss den gegnerischen Torhüter auf dem falschen Fuß erwischte. „Wir zeigten die unbändige Leidenschaft, das Spiel gewinnen zu wollen“, erkannte Dietl eine Siegermentalität.

Der in den letzten rund 20 Minuten zunehmend hektischeren Partie tat die Erfahrung des früheren Bundesliga-Schiedsrichters Jürgen Walther – er leitete in Aub sein 3961. Spiel – aus Würzburg tut. Tückelhausens Stemmen gegen die Niederlage brachte noch eine letzte große Gelegenheit hervor, doch Dominik Dörrs Schuss verpasste das leere Tor. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, erkannte Wenkheimer trotz Niederlage eine gute Leistung und richtete, obwohl sich der Abstand auf den Spitzenreiter vergrößert hatte, den Blick nach vorne: „Es ist noch nicht aller Tage Abend. Jetzt müssen wir eben eine neue Serie starten.“

Erleichtert jubelten die Gastgeber nach Spielende über einen großen Schritt, den sie in Richtung ihres großen Ziels gegangen waren. Die als B-Klassen-Meister aufgestiegenen Auber wollen diesen Erfolg ein Jahr danach und eine Liga höher wiederholen. Die Voraussetzungen scheinen mit einer noch jungen Mannschaft, deren ältester Spieler gerade einmal 28 Jahre alt ist, sehr gut. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber es lässt sich an der Tabellenspitze natürlich etwas leichter arbeiten“, bemühte sich Dietl zwar darum, die Euphorie nach dem Sieg im Spitzenspiel nicht zu groß werden zu lassen, doch die eingeschlagene Richtung wollte er auch nicht ändern: „Wir müssen nicht, aber wir können aufsteigen – und jetzt wollen wir das natürlich auch.“

Die Statistik des Spiels

Fußball A-Klasse Würzburg 2:

TSV Aub – SV Tückelhausen/Hohestadt 1:0 (1:0)

Aub: Schuster – Knorz, Hüblein, Frischat, Heinze – Menth, Hammel – Saine, Gicquel (50. Rappert), Hammel – Krasniqi (32. Hofmann, 82. Schreiber).

Tückelhausen/Hohestadt: Thomas Rüger – Savickas, Wolfram, Merlin Heß, Steinmetz (46. Dominik Dörr) – Kreußer, Martin Rüger – Meinzinger (62. Jakob Friedrich), Schmidt (79. Daniel Dörr), Kevin Heß – Fries.

Schiedsrichter: Walther (Würzburg).

Gelb: Krasniqi, Hüblein, Saine; Schmidt.

Zuschauer: 165.

Tor: 1:0 Ibrima Saine (75.).



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