Handball

Alter Bekannter als neuer Trainer

Matthias Obinger übernimmt seinen Heimatverein Rimpar
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So kennt man ihn: Matthias Obinger, hier im Jahr 2014 noch als Trainer des HSC Bad Neustadt, wird neuer Chefcoach von Handball-Zweitligist DJK Rimpar Wölfe. Foto: Foto: Simon Hofmann

Matthias Obinger wird ab 1. Juli Nachfolger des zum Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf wechselnden Rimparer Handballtrainers Jens Bürkle. Er erhält einen Einjahresvertrag mit Option auf Verlängerung. „Ich trete mein neues Amt mit einer Mischung aus riesiger Vorfreude, großer Dankbarkeit für die Chance und höchstem Respekt davor an, was die Jungs und Jens Bürkle in den vergangenen drei Jahren zusammen erreicht haben“, sagt der 35-Jährige.

Der gebürtige Würzburger war von 2006 bis 2009 unter Heiko Karrer schon einmal Co-Trainer der ersten Männermannschaft gewesen, bevor er als Chef zum Drittligisten HSC Bad Neustadt wechselte, mit dem er zweimal den Klassenerhalt schaffte und den er anschließend dreimal in Folge zur Vize-Meisterschaft in der Dritten Liga Ost beziehungsweise Süd führte. Er verließ den Verein 2014 auf eigenen Wunsch. Seither pausierte der promovierte Sportwissenschaftler, der an der Uni Würzburg lehrt und forscht, als Trainer. Er engagierte sich lediglich weiter in der B-Lizenzausbildung im Bayerischen Handballverband. „Dieses Sabbatjahr hat mir richtig gutgetan, aber mir hat auch etwas gefehlt. Es hat schon länger wieder gekribbelt“, erzählt Obinger.

Als bekannt wurde, dass Jens Bürkle, mit dem er 2011 zusammen die Prüfung zur A-Lizenz erfolgreich ablegte, die Wölfe verlassen würde, habe er „auf einen Anruf gehofft“, gesteht er. Der Anruf kam. Doch die DJK-Geschäftsführer Roland und Daniel Sauer machten Obinger auch klar, dass er ein Kandidat von vielen sei. Nach zahlreichen Gesprächen blieb er als Einziger übrig. „Dieses Vertrauen ehrt mich“, sagt der 35-Jährige, „ich möchte es gerne zurückzahlen.“

„Wir freuen uns, mit Matthias einem alten Bekannten unser Wolfsrudel als Leitwolf anzuvertrauen“, sagt Roland Sauer. Er habe in Bad Neustadt sehr gute Arbeit geleistet und bringe „alle Voraussetzungen mit, unseren erfolgreichen Weg fortzusetzen“. „Er wird neben seinem Engagement als Trainer weiterhin hauptberuflich seiner Tätigkeit an der Universität nachkommen und damit das nötige Verständnis für die Doppelbelastung unserer Spieler mit Beruf/Studium und Leistungssport mitbringen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Klubs. Zudem kenne Obinger die Strukturen im Verein und bei den Wölfen sehr gut und könne ansatzlos mit seiner Arbeit beginnen.

„Dass Matthias junge Spieler voranbringen kann, hat er bereits als Jugendtrainer der DJK Rimpar gezeigt“, betont Roland Sauer. „Einige aus seinem künftigen Team hat er an die erste Mannschaft herangeführt.“ Dazu gehören sein Bruder Sebastian Kraus, Kapitän Stefan Schmitt, Max Brustmann und Julian Sauer, die er zunächst in der B- und A-Jugend trainierte und später eben bei den Aktiven als Karrers Assistent. Mit Kraus und Schmitt spielte Obinger sogar noch eine Saison zusammen.

„Wir freuen uns auf Matthias“, sagt der Kapitän. „Es ist ein Glücksfall, dass einer aus unseren eigenen Reihen auf diesem Niveau übernehmen kann. Für ein paar von uns, die schon mit ihm gearbeitet haben, schließt sich damit ein Kreis. Und für ihn ist es von Vorteil, dass er uns handballerisch und menschlich kennt.“

Obinger sieht sein Zurückkommen zu seinem Heimatverein als Fortschritt. „Mich reizt nicht nur die Arbeit mit den Wölfen, sondern das gesamte Konzept in Rimpar, der Anschluss der Jugend an die erste Mannschaft.“ Dieses Konzept wolle er stabilisieren und weiterentwickeln.

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