Es besteht kein Zweifel, dass die Offensive des TSV Abtswind zu den besten der Landesliga zählt – selbst wenn, wie beim 5:4-Sieg gegen den Würzburger FV II, Pascal Kamolz und Sebastian Otto verletzt fehlen. Die Schwachstelle bleibt, so auch am Samstag, die Abwehr. Hier ein ungenaues Zuspiel, dort ein Querpass zu viel – für den Gegner waren das willkommene Leichtsinnsfehler, um zu Toren zu kommen.

„Manchmal ist es sinnvoller, den Ball konsequent wegzuschlagen, statt Problemsituationen spielerisch zu lösen“, sagte Abtswinds Sportleiter Gerhard Klotsch. Um die Defensive zu stärken, hat der Verein auf die Schnelle einen Profi aus der ersten polnischen Liga verpflichtet. „Sein Name ist so kompliziert, dass ihn nicht mal Polen fehlerfrei aussprechen können“, sagt Klotsch über den Neuankömmling, dessen Spielberechtigung in den nächsten Tagen eintreffen soll.

Die Partie gegen Würzburg hätte gut und gerne mit zehn Abtswinder Treffern enden können. Peter Mrugalla, immerhin mit einem Hattrick binnen 23 Minuten erfolgreich, war mehrmals alleine aufs Gehäuse zugesteuert – genau wie Sandro Wolf und Constantin Paunescu. Alle drei versäumten einen deutlicheren Erfolg. Wie unausgeglichen Abtswinds Defensive gegenwärtig agiert, belegte Tobias Werner: Frustriert holte er an der Mittellinie zur Grätsche aus und erhielt die Rote Karte – drei Minuten, nachdem er eingewechselt worden war.

Abtswind: Irnes Husic; Sven Gibfried, Jörg Otto, Daniel Hey, Michael Herrmann, Jürgen Endres (83. Tobias Werner), Jonas Wirth, Michael Seuling (80. Albert Fischer), Constantin Paunescu (65. Axel Zehnder), Sandro Wolf, Peter Mrugalla.

Tore: 0:1 Tobias Rosenberger (18.), 1:1 Peter Mrugalla (21.), 2:1 Peter Mrugalla (39.), 3:1 Peter Mrugalla (44.), 4:1 Sven Gibfried (49.), 4:2 Sandro Wolf (52., Eigentor), 4:3 Andreas Grebe (59.), 5:3 Daniel Hey (61.), 5:4 René Schäffer (89.). Schiedsrichter: Felix Lang (Schweinfurt). Zuschauer: 271. Rote Karte: Tobias Werner (Abtswind, 86., grobes Foulspiel).