Abtswind

Abtswinds Gegner steckt in Turbulenzen

Vier Niederlagen haben die Abtswinder angehäuft, aber Trainer Schindler verströmt noch immer Ruhe. Ganz anders als beim nächsten Gegner Neumarkt, wo es unlängst krachte.
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Bayern Kitzingen in Favoritenrolle

Nach vier Niederlagen wollen die Abtswinder an diesem Samstag im Heimspiel die Wende zum Besseren schaffen. Vor einer Woche zogen sie in Seligenporten noch mit 2:3 den Kürzeren, als sie nach dem Ausgleich einen weiteren Treffer zu erzielen versuchten. Prompt trafen die Gastgeber in der Schlussphase noch, ließen den Aufsteiger damit zum vierten Mal in Folge mit langen Gesichtern und leeren Händen zurück.

„Wir wollen den Bock endlich umstoßen“, sagt Abtswinds Trainer Mario Schindler. „Wir haben uns vor allem über uns selbst geärgert.“ Er weiß, woran es mitunter haperte: „An der einen oder anderen Stelle haben uns die Cleverness und das entscheidende Quäntchen Glück gefehlt.“

Inzwischen hat sich seine Truppe deutlich von den vorderen Tabellenplätzen entfernt. Überschaubarer geworden ist der Abstand nach unten. Abtswind hat nur noch zwei Punkte mehr als der ATSV Erlangen auf dem ersten Relegationsrang und nur fünf mehr als der Vorletzte Forchheim. Im ungünstigsten Fall könnte Abtswind nach diesem Spieltag sogar erstmals in dieser Saison in die Gefahrenzone abrutschen. Trotz der ausbleibenden Erfolge lässt sich Schindler nicht aus der Ruhe bringen, sondern setzt auf den nachhaltigen Lernerfolg seiner Spieler.

Dem ASV Neumarkt steht zum Abschluss einer turbulenten Woche die Fahrt nach Abtswind bevor. Dienstag haben die Oberpfälzer einen Schlussstrich unter die Zusammenarbeit mit Trainer Marco Christ gezogen. Nach einem 0:6 in Aubstadt und 1:5 gegen Ammerthal trennte sich Verein vom 37-Jährigen, der die Mannschaft erst zu dieser Runde übernommen hatte. Aus den letzten sieben Spielen hatte der ASV nur vier Punkte geholt.

Für Christ, ehemaliger Profi in Diensten von Nürnberg, Dresden und Düsseldorf mit 59 Einsätzen in der zweiten Bundesliga, endete die erste Trainerstation somit nach nur drei Monaten. Unter dem Eindruck der aktuellen Ereignisse legte Kapitän Armin Bindner sein Amt nieder. Torwart Maximilian Haid teilte mit, dass er aus „persönlichen Gründen“ nicht mehr für den Verein spielen werde. Am Samstag in Abtswind soll der bisherige Co-Trainer Benedikt Thier die Mannschaft betreuen.

„Jeder hat seine eigenen Probleme. Daher interessiert mich das weniger. Nur möchten wir unsere schneller lösen als der Gegner“, meint Schindler. Die Neumarkter schildert er als „junge, talentierte Mannschaft“. Sorgen würde er sich, „wenn wir jedes Spiel haushoch verloren hätten“. Die Niederlagen in der Bayernliga fielen aber in der Regel knapp aus. „Uns fehlen Kleinigkeiten“, sagt Abtswinds Trainer, „aber das sind Dinge, an denen wir arbeiten können.“

Deshalb sprachen er und die Spieler während der Woche die Fehler aus der verlorenen Begegnung in Seligenporten an: „Wir wollen nicht den Mantel des Schweigens darüber ausbreiten, denn es ist wichtig, die Fehler aufzuarbeiten und den Spielern Lösungen anzubieten.“ Schindler steht in diesem Heimspiel der gleiche Kader wie zuletzt zur Verfügung.



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