Von einem körperlich sehr präsenten Gegner wurde Abtswind am Samstag ein Arbeitssieg aufgezwungen. Mit 2:0 (1:0) setzte sich die Mannschaft in Karlburg durch. Nachdem die Heimelf anfangs durch kompaktes und aggressives Vorgehen Vorteile besessen hatten, gingen die Gäste gleich mit ihrem ersten Vorstoß in Führung. Maximilian Schalling köpfte eine Flanke Constantin Paunescus ins eigene Tor. Viel spielte sich zwischen beiden Strafräumen ab. Als Paunescu und Mrugalla darin gefoult wurden, gab es aus Abtswinder Sicht nicht den gewünschten Elfmeter. „Von meiner Position aus hätte es für beide Aktionen einen Strafstoß geben können“, urteilte Götzelmann.

Karlburg behielt seine einsatzfreudige Spielweise auch nach der Halbzeit bei, bereitete Abtswind dadurch Schwierigkeiten, das Spiel zu kontrollieren. „Wir haben zu leicht den Ball verloren“, meinte Götzelmann. Als die Gastgeber in der Schlussphase nach einer Gelb-Roten Karte bloß noch zu zehnt waren, erzielte Tolga Arayici mit einem Schuss gegen die Laufrichtung des Torhüters nach Albert Fischers Vorlage die Entscheidung. Bei der Aktion verlor Karlburg einen weiteren Spieler, da dieser versucht hatte, Arayicis Schuss mit der Hand abzuwehren. „Der Unterschied war, dass Abtswind aus einer halben Chance zwei Tore gemacht hat. Wir hatten das Glück dagegen nicht“, erklärte Karlburgs Trainer Siegbert Sternheimer. „Und wenn man gegen eine solch starke Mannschaft etwas holen will, dann braucht man halt Glück.“

Abtswind: Oliver Scheufens; Oliver Döring, Matthias Brunsch, Jonas Wirth, Constantin Paunescu (64. Tolga Arayici), Jürgen Endres, Peter Mrugalla (56. Nicolas Wirsching), Albert Fischer, Michael Herrmann, Przemyslaw Szuszkiewicz, Jörg Otto (80. Sven Gibfried).

Tore: 0:1 Maximilian Schalling (13., Eigentor), 0:2 Tolga Arayici (85.). Schiedsrichter: Nögel (Weingarts). Gelb-Rot: Szymon Dynia (Karlburg, 83., wiederholtes Foul), Marvin Schramm (Karlburg, 85., Handspiel). Zuschauer: 250.