FUSSBALL: BAYERNLIGA

Abtswind siegt dank mehr Energie

Der Aufsteiger gewinnt gegen Großbardorf auch sein letztes Saisonspiel. Dazu muss Trainer Schindler sein Team zur Halbzeit aber an der Ehre packen.
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Im Gleichschritt bewegen sich Großbardorfs Tobias Fischer (links) und der Abtswinder Nicolas Wirsching über den Rasen. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

TSV Abtswind – TSV Großbardorf 2:1 (1:1). Der Vorhang ist gefallen: Mit einem Heimsieg – es war bereits der sechste in Serie – über den TSV Großbardorf hat der TSV Abtswind seine Premierensaison in der Bayernliga Nord auf dem zehnten Tabellenplatz beendet. Den Gästen blieb mit der Niederlage der Sprung auf den dritten Rang verwehrt, der ihnen die Qualifikation für die neue BFV-Totopokalrunde erspart hätte.

„Am Ende haben wir verdient gewonnen“, meinte Abtswinds Trainer Mario Schindler, dessen Mannschaft im ersten Abschnitt nicht hatte überzeugen können. Simon Snaschel war nach einem Zuspiel Lukas Illigs in die Tiefe zeitig die Führung für Großbardorf gelungen (8.). Es war bereits der 19. Saisontreffer des TSV-Angreifers, der sich so in der Torschützenliste der Bayernliga den zweiten Platz hinter Aubstadts Martin Thomann (24) gesichert hat.

Die Führung hatte nicht lange Bestand. Nur eine Minute später glich Adrian Dußler per direktem Freistoß ausgleichen. Der in Richtung Würzburger FV scheidende Gäste-Torwart Christian Dietz sah dabei nicht gut aus. In der Folge vergaben die Gäste mehrere hochkarätige Chancen. Unrühmlicher Höhepunkt in dieser Hinsicht war nach einer halben Stunde ein vergebener Foulelfmeter von André Rieß: Er schoss den Ball weit über die Latte. „Wir haben leider sehr viel verballert“, erklärte Gästetrainer André Betz mit Blick auf die Abschlussschwäche.

Sein Gegenüber hatte seine Spieler in der Halbzeitpause an der Ehre gepackt. „Wir mussten in der Kabine einiges ansprechen. Denn uns hat die Energie gefehlt“, sagte Schindler. Die Seinen erhöhten im zweiten Durchgang die Schlagzahl und erarbeiteten sich ein Chancenplus. Auf Vorarbeit Christopher Lehmanns traf der kurz zuvor erst eingewechselte Pascal Jeni in der 79. Minute zum 2:1-Sieg. Ausgerechnet Jeni, so möchte man anfügen, denn der Vertrag des 21-jährigen Stürmers ist bekanntlich nach einer Saison in Abtswind nicht verlängert worden, weil Jeni insgesamt nicht so wie erhofft in Erscheinung getreten war.

„Pascal hatte keine leichte Saison, auch aufgrund vieler Verletzungen“, sagte Schindler. „Umso mehr freut es mich, dass ihm dieser Abschluss vergönnt war.“ In der kommenden Saison müssen die Abtswinder aufpassen, dass Jeni nicht gegen sie trifft. Der Angreifer wechselt zu Bayernliga-Aufsteiger TSV Karlburg. Auf Seiten der Großbardorfer war man indes bemüht, rasch den Frieden mit der abschließenden Niederlage zu finden: „Uns hätte ein Punkt für den Sprung auf den dritten Platz gereicht. Dieser wäre auch gerecht gewesen. Am Ende haben uns Frische und Kraft gefehlt“, so Betz.

Abtswind: Wilms; Wirsching, Brunsch (57. Jonas Wirth), Lukas Wirth, Dußler, Lenhart, Endres, Hillenbrand, Lehmann, Fischer (78. Jeni), Hummel (81. Hämmerlein).

Großbardorf: Christian Dietz; Zang, Piecha, Mangold, Illig (81. Stahl), Zehe, Schönwiesner, Hölderle, Rieß, Florian Dietz (39. Müller), Snaschel (76. Fleischer).

Schiedsrichter: Eckerlein (Roßtal). Zuschauer: 140. Tore: 0:1 Snaschel (8.), 1:1 Dußler (9.), 2:1 Jeni (79.). Besonderheit: Großbardorfs Rieß schießt einen Foulelfmeter übers Tor (29.).

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