Abtswind
Fussball Landesliga Nordwest

Abtswind macht es spannend: Nur 1:0 gegen Strullendorf

Der TSV Abtswind setzt sich durch ein Tor von Philipp Kutzenberger durch. Nachdem die überlegenen Gastgeber eine Vorentscheidung verpassten, mussten sie bis Spielende den Ausgleich fürchten.
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Jonas Wirth vom TSV Abtswind kommt in aussichtsreicher Position zum Abschluss. Foto: Sterzbach
Jonas Wirth vom TSV Abtswind kommt in aussichtsreicher Position zum Abschluss. Foto: Sterzbach
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TSV Abtswind - 1. FC Strullendorf 1:0 (0:0).

Einen knappen, aber wegen der Mehrzahl an Möglichkeiten verdienten Heimsieg sicherte sich der TSV Abtswind gegen Strullendorf. Durch das einzige Tor des Tages von Philipp Kutzenberger, neun Minuten nach der Halbzeit, setzten sich die Gastgeber durch. Die 80 Zuschauer, die trotz des schmuddeligen Wetters am Samstag zum Abtswinder Sportplatz gekommen waren, sahen im ersten Durchgang ein zähes Ringen der feldüberlegenen Gastgeber mit den abstiegsbedrohten Gästen. Ihre beste Gelegenheit vor dem Seitenwechsel hatten die Hausherren durch Michael Herrmann, der nach einer Flanke durch Michael Seuling von links mit seinem Abschluss das Tor verfehlte.
"Es war das erwartet schwierige Spiel gegen eine robuste Mannschaft, die nach hinten gut steht, kompromisslos verteidigt und nach vorne kontert", beschrieb Abtswinds Trainer Jochen Seuling
das Geschehen. Seine Mannschaft sollte dabei ihre Chancen vor allem durch ein schnelles Flügel- und Flankenspiel suchen, aber zugleich defensiv sicher stehen, um den Gegner nicht durch in Vorteil zu bringen.

Abtswind in zweiter Hälfte besser

Das gelang den Abtswindern in der zweiten Halbzeit weitaus besser. Aus ihrer Überlegenheit resultierten nun zahlreiche Möglichkeiten. Mit einem Ausflug in die gegnerische Hälfte wäre Tobias Werner beinahe zum Vorbereiter geworden, doch bevor Kutzenberger den Ball kontrollieren konnte, klärte der Gegner. Schließlich erzielte der 26-Jährige sein siebtes Saisontor aus kurzer Entfernung, als ihm Sebastian Otto den Ball auflegte. Für den Torschützen kam Peter Mrugalla. Dieser hätte sich in den folgenden Minuten ebenfalls mit einem Treffer in der Statistik eintragen können, ebenso wie Jonas Wirth oder Otto, der nach einer Hereingabe von Wirth am gegnerischen Torhüter scheiterte.
"Mit zunehmender Spieldauer hatten wir das Spiel besser im Griff. Der Ball hätte angesichts der zahlreichen Chancen auch noch ein zweites Mal ins Tor rutschen können", fasste Seuling zusammen.
Abtswind versäumte es aber, mit einen höheren Vorsprung für Klarheit zu sorgen. Seulings Fazit nach dem Spiel wäre dann wohl weniger positiv ausgefallen, hätte Torhüter Jan Nirsberger nicht glänzend gegen den auf einmal vor ihm freistehenden Jan Neundörfer reagiert.

Strullendorf will den Ausgleich

Strullendorf drängte in der Schlussphase noch einmal auf den Ausgleich. Es hatte dabei aus dem Spiel heraus nichts anzubieten, doch schlug mehrere lange Bälle in den gegnerischen Strafraum, die entweder von Nirsberger gefangen oder von einem seiner Vorderleute geklärt wurden. So konnte auch Strullendorfs Schlussmann Stefan Mühlfriedel - er eilte in den letzten Minuten mit nach vorne - die Abtswinder Abwehr nicht derart verwirren, dass ihnen beim Verteidigen der langen Bälle ein Fehler unterliefen wäre.
Auf der gegenüberliegenden Seite hätte Mrugalla nach einem Querpass von Albert Fischer die Spannung aus dem Spiel nehmen können, doch klärte der wieder auf seiner Torlinie stehende Mühlfriedel zur Ecke. Ottos folgenden Versuch verteidigte ein Abwehrspieler, so dass sich Abtswind erst nach drei Minuten Nachspielzeit der drei Punkte sicher sein konnte.
"In den letzten Minuten wurde es noch einmal schwieriger für uns, da ihre Stärke ausschließlich bei Standardsituationen lag", bewertete Seuling die Schlussphase. Er resümierte doch zufrieden das Erreichte. "Im Nachhinein bin ich mit dem dreckigen 1:0 zufrieden." Weitaus mehr setzte Strullendorfs Trainer Mario Herrmannsdörfer die Niederlage zu, der nach dem Spiel auf dem Platz gegen Seuling giftete.
Nach nur einem Sieg in den letzten acht Partien zeigen die Oberfranken Nerven im Abstiegskampf. Abtswind blieb dagegen zum vierten Mal in Folge ungeschlagen. "Nach dem langen Tief war es für uns sehr wichtig zu gewinnen. Wir wollten diesen Dreier unbedingt holen. Falls es uns gelingt, wollen wir am nächsten Samstag in Neustadt einen weiteren nachlegen. Anschließend können wir einmal schauen, wohin diese Saison mit ihren letzten Spielen noch führt", peilt Seuling eine Platzierung zwischen drei und fünf an.


TSV Abtswind:

Jan Nirsberger, Daniel Hey, Oliver Döring, Frederik Weiß, Tobias Werner, Sebastian Otto, Constantin Paunescu (84. Axel Zehnder), Philipp Kutzenberger (57. Peter Mrugalla), Jonas Wirth, Michael Seuling (81. Albert Fischer), Michael Herrmann.


1. FC Strullendorf:

Stefan Mühlfriedel, Marcel Finnemann, Lukas Reul (84. Thorsten Niemann), Nicolai Schwinn (69. Thomas Schmitt), Tobias Stumpf, Christopher Pfister, Jan Neundörfer, Sebastian Thomann (23. Luis Schardig), Toyin Ogunjimi, Michael Ludwig, Manuel Rebhan.


Schiedsrichter:

Bernd Zitzl (Nürnberg).

Assistenten:

Hermann Hempel, Kevin Hegwein.


Tor:

Philipp Kutzenberger (54.).


Gelbe Karten:

Albert Fischer (Abtswind), Tobias Stumpf, Jan Neundörfer, Michael Ludwig, Thomas Schmitt (alle Strullendorf).


Zuschauer:

80.
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