FUSSBALL: LANDESLIGA

Abtswind gehen die Stürmer aus

Während die Abtswinder auf die Zielgerade des Titelrennens einbiegen, laufen ihnen nach und nach die Stürmer davon. Für nächste Saison haben schon drei abgesagt.
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Pascal Kamolz verlässt Abtswind nach der Saison und baut lieber in Unterpleichfeld etwas auf. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

Nur noch drei Spiele stehen aus, doch die Entscheidung um die Meisterschaft fällt womöglich schon am vorletzten Spieltag im Duell zwischen Vach und Abtswind. Eine Woche vorher, an diesem Wochenende, müssen die beiden Konkurrenten zunächst Pflichtaufgaben erfüllen und die letzte Hürde vor dem Spitzenspiel meistern. Während der Verfolger aus dem Fürther Stadtteil zu Gast in Röllbach ist, erwarten die Abtswinder zu Hause Ansbach-Eyb. Die beiden Gegner belegen derzeit die Abstiegsrelegationsplätze.

Für den Abtswinder Trainer Thorsten Götzelmann steht fest: „Wenn wir das spielen, was wir können, werden wir erfolgreich sein.“ Er erwartet den Gegner im gewohnten Modus: defensiv und darauf aus, das Spiel seiner Elf zu durchkreuzen. Dabei kann Götzelmann für das Duell gegen den Tabellenletzten wohl auf seinen ganzen Kader zurückgreifen. Nur Daniel Hämmerlein trainierte letzte Woche noch nicht voll, dagegen rechnet der Coach wieder mit Pascal Kamolz und Peter Mrugalla. Zuversichtlich ist er auch, was die zuletzt angeschlagenen Mathias Brunsch, Frank Hartlehnert, Jonas Wirth und Philipp Hummel angeht.

Ohne die Spielklasse zu kennen, in der sie nächste Saison antreten, treiben die Abtswinder die Kaderplanungen voran. Den Verein verlassen werden Daniel Endres (nach Höchberg), Peter Mrugalla (Mainsondheim) und Pascal Kamolz (Unterpleichfeld), so dass Götzelmann vor allem auf einer Position akuten Handlungsbedarf erkennt. „Für das Sturmzentrum brauchen wir jetzt gleich mehrere Verstärkungen.“

Obwohl sich die Abtswinder nächste Runde gerne in der Bayernliga sähen, gehen beide Stürmer den Weg aus persönlichen Gründen nicht mit. „Natürlich wäre ich gerne mit Abtswind in die Bayernliga aufgestiegen, aber die Priorität liegt in der nächsten Zeit auf meiner Ausbildung“, begründete Endres seine Entscheidung. Der 25-Jährige wohnt seit Kurzem zudem in Würzburg, so dass er durch den Wechsel nach Höchberg seinen Aufwand reduzieren und sich auf seine Polizeiausbildung konzentrieren kann.

Sein Ziel, mit Abtswind in die Bayernliga aufzusteigen, kann auch Kamolz noch erreichen. Jedoch möchte der 32-Jährige selbst in der Landesliga bleiben. „Für die Bayernliga fehlt mir ein Stück die Motivation“, sagt er über seinen Wechsel zum TSV Unterpleichfeld. Dort übernehme in Andreas Zehner ein guter Bekannter die Mannschaft. Mit ihm will Kamolz als spielender Co-Trainer „etwas aufbauen“. In seiner Laufbahn habe er noch nie so lange für einen Verein gespielt wie für Abtswind: „Das zeigt, wie gut es mir hier gefallen hat.“

Neben den beiden Abgängen meldeten die Abtswinder in dieser Woche einen ersten Zugang. Christopher Lehmann von Schweinfurt 05 II schließt sich ihnen an. „Ich habe Lust auf eine Veränderung“, sagt der Rechtsfuß, der aus Waigolshausen stammt und in Würzburg studiert. Der 22-Jährige spielte bereits in dieser Liga – und zwar mit Schweinfurts U 23-Mannschaft, die im vorigen Jahr das Rennen um die Meisterschaft mit Abtswind für sich entschied.

 

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