MARKTSTEFT

Spielstandsanzeige ist Vereinssache

Schnelles Internet und eine Zeit- und Spielstandsanzeige für die Halle hat der TV Marktsteft bei der Stadt beantragt. Letzteres wurde jedoch abgelehnt.
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Schnelles Internet und eine Zeit- und Spielstandsanzeige für die Halle hat der TV Marktsteft bei der Stadt beantragt, womit sich die Marktstefter Räte in ihrer Sitzung am Montag beschäftigten. Der Anschluss ans schnelle Netz war am Ratstisch kaum ein Thema: Die Kosten dafür sind mit einem Router und der Installation überschaubar und auch die Feuerwehr, die im gleichen Gebäude ihre Heimat hat, könne davon profitieren.

Diskussion gab es über die Zeitanzeige: Bürgermeister Thomas Reichert war der Meinung, dass die Stadt hier tätig werden müsste, weil es sich bei der Halle um eine städtische Immobilie handelt. Er schlug vor, dass die Stadt die Anzeige kauft und wartet, der Verein aber eine monatliche Miete dafür zu bezahlen habe. Günther Seitz erklärte: „Die Anzeige samt Wartung und Reparatur ist Vereinssache“, und war mit dieser Meinung nicht alleine. Schließlich trafen die Räte die Entscheidung, dass der Antrag des Vereins abgelehnt wird. Der TV Marktsteft solle die Anlage selbst besorgen und auch die Wartung übernehmen. Die Möglichkeit eines Zuschusses klang in der Diskussion durch, wurde am Ende aber nicht mehr thematisiert. Damit konnten sich fast alle anfreunden, mit einer Gegenstimme wurde die Entscheidung getroffen.

Weitere Tagesordnungspunkte:

• Zum Sachstand der Michelfelder Kläranlage informierte der Bürgermeister, dass der Fremdwassereintritt im Kanalsystem mit einer Kamerafahrt eruiert worden sei. An vier Stellen leiteten Dränagen Wasser in das System, die da nicht hingehörten. Die Betroffenen würden von der Stadt angeschrieben, so Reichert. Zum Zustand der Kläranlage habe man sich eine Zweitmeinung eines Ingenieurs geholt, der den Marktsteftern Hoffnung machte, dass vielleicht die alte Anlage doch saniert werden könnte. Achim Leybach zeigte sich sogar zuversichtlich, dass vielleicht schon der Rückbau der vier fraglichen Dränagen den Fremdwasseranteil so weit zurückschrauben könne, dass das Wasserwirtschaftsamt zufrieden ist. „Das würde der Stadt einen Haufen Geld sparen“, so Leybach.

• Erneut ging es auch um die geplante sogenannte Speed-Pipe in der Güntherstraße: Ein Glasfaserkabel, das im Zuge der Bauarbeiten verlegt werden könnte, um künftig schnelle Internetanschlüsse in die Häuser zu bringen. Allerdings sehen die wenigsten Räte die Notwendigkeit dafür, angesichts der Bewohnerstruktur dort. Vielmehr empfehlen sie, stattdessen ein Leerrohr zu verlegen, das dann bei Bedarf für Glasfaser oder andere Leitungen verwendet werden könne.

Bürgermeister Reichert bot an, beim zuständigen Ingenieurbüro anzufragen, welche Mehrkosten eine solches Leerrohr bedeuten würde. Sollten diese innerhalb seines frei verfügbaren Budgets liegen, gibt er den Auftrag entsprechend. Andernfalls komme das Thema in der nächsten Sitzung erneut auf den Tisch. Dem stimmten alle Räte zu.

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