Iphofen
Buchautor

Spannendes aus dem Landkreis

Joachim Jost schreibt Regionalkrimis. Die Tatorte liegen in seiner Wahlheimat - in Iphofen. Drei Bücher hat er schon fertig gebracht. Das vierte ist in der Mache.
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Krimi: Joachim Jost lässt seinen ersten Regionalkrimi in und um Iphofen spielen. Foto: Ralf Dieter
Krimi: Joachim Jost lässt seinen ersten Regionalkrimi in und um Iphofen spielen. Foto: Ralf Dieter
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Der Anlass war traurig, das Ergebnis ist es überhaupt nicht. Nach einer schweren Zeit hat Joachim Jost vor drei Jahren mit dem Schreiben angefangen - und Iphofen nun seinen ersten Krimi beschert.

Die Kirchgasse in Iphofen, ein liebevoll renoviertes Haus im Hinterhof. Joachim Jost lebt dort mit seiner Frau. Und wenn sie schlafen geht, beginnt für ihn die Arbeit. Wobei: Arbeit ist das falsche Wort. Der 53-Jährige hat Spaß am Schreiben. Drei Bücher hat er schon fertig gebracht. Das vierte ist in der Mache.

Kaufmännisch- und verwaltungstechnische Ausbildung, Arbeit bei einem Logistikunternehmen, neue Herausforderung Webdesigner. Joachim Jost hat einige berufliche Erfahrungen gemacht. 1986 ist er nach Iphofen gezogen - der Liebe wegen. Ende der 90er Jahre arbeitete er als freier Mitarbeiter für die Kitzinger Zeitung, berichtete aus Gemeinderäten, von Geburtstagen, über Hobbys und Leidenschaften besonderer Menschen.
"Das Schreiben hat mich schon immer gereizt und fasziniert", sagt er. Obwohl: Anfangs war es mehr das Lesen. Kindergeschichten von Enid Blyton, Astrid Lindgren oder Erich Kästner hat er in jungen Jahren verschlungen - nachts mit der Taschenlampe unter der Bettdecke. Es sollte lange dauern, bis er die Faszination in eigene Bücher umsetzte.

2009 bekam Joachim Jost Probleme mit der Gesundheit, musste frühzeitig in Rente gehen. Gleichzeitig erkrankten mehrere Freunde schwer. Ein guter Freund ist an Krebs gestorben. Sein Vorname Alexander sollte ein Teil des Pseudonyms werden, unter dem Joachim Jost seine Bücher veröffentlicht: Alexander Pelkim. "Auch der Nachname hat eine persönliche Bewandtnis", sagt er.

Josts Erstlingswerk: Ein Fantasy-Roman, in dem er sich auf 700 Seiten all seine Erfahrungen mit dem Tod und mit Krankheiten von der Seele schrieb. Der Titel des Werkes lautet folgerichtig: "Seelenreise. Die neue Welt." Der Wahl-Iphöfer war auf den Geschmack gekommen. Als nächstes schrieb er einen Thriller. "Ziemlich blutrünstig", wie er selber sagt. Über Amazon sind die Bücher zu haben. Für sein drittes Werk hat er einen Verlag aus der Region gefunden. Und das passt, schließlich handelt es sich um einen Regionalkrimi. Titel: "Späte Auslese. Tatort Iphofen."

"Bekannte haben gemeint, ich sollte es mal mit einem Regionalkrimi versuchen", erzählt er. Und die Idee hat ihm gefallen. Also hat er sich hingesetzt - meistens in der Nacht - und geschrieben. Ohne fest stehendes Gerüst, aber mit vielen Eingebungen, die er miteinander verwoben hat. Die Geschichte geht so: Ein junges Mädchen wird vergewaltigt, der Täter wird nicht ermittelt. Viele Jahre später will das Opfer die Tat aufklären. Doch der Täter will das mit allen Mitteln verhindern und schreckt dabei auch nicht vor Mord zurück.

Eine Lesung im Weinbistro war sehr gut besucht, im örtlichen Schreibwarenladen ist das Buch vergriffen. "Ich bin sehr zufrieden mit der Resonanz", sagt Jost. Ein zweiter Regionalkrimi ist bereits weit fortgeschritten. Tatort ist dann Albertshofen. Der Mord hat etwas mit der Spargelernte zu tun.

An Ideen mangelt es Joachim Jost nicht. Und deshalb wäre es nicht verwunderlich, wenn er rund um seinen Kommissar Theodor Habich noch weitere Regionalkrimis im Landkreis Kitzingen verortet. Nur eines wird der 53-Jährige aller Wahrscheinlichkeit nicht abliefern: einen Liebesroman. "Den hatten sich ein paar Zuhörerinnen bei der Lesung gewünscht", sagt seine Frau und lacht.











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