Altstadtsanierung der Stadt Marktbreit geht weiter. Neben dem bereits beschlossenen Parkgarten in der Ochsenfurter Straße beschäftigten sich die Räte am Montagabend auch wieder mit den geplanten Baumaßnahmen in der Bachgasse und der Bahnhofstraße. Die langen Diskussionen sowie die Anwesenheit von neun Zuhörern bewiesen schon alleine, wie wichtig diese Themen in Marktbreit genommen werden.
Am geplanten Parkgarten in der Ochsenfurter Straße ändert sich wohl nicht mehr viel. Die Räte ließen sich vom Städteplaner Dag Schröder überzeugen, dass die Parkplätze doch nicht schräg, sondern gerade angelegt werden.
Auch die Neugestaltung der Bachgasse ist beschlossene Sache. Die Unterlagen für die Ausbaumaßnahme vor dem Museum werden nun der Regierung als Zuschussantrag vorgelegt. Geplant ist, die ganze Bachgasse umzugestalten. "Anders geht es nicht," erklärte Bürgermeister Erich Hegwein (CSU). Er freute sich darüber, dass die Städtebaufördermittel aufgestockt wurden. "Jetzt müssen wir noch eine Anliegerversammlung einberufen, um die Leute zu informieren, dann kann es losgehen." Der Beschluss erging einstimmig.

Keine konkrete Zahlen


Konkrete Zahlen, die eigentlich die vielen betroffenen Bürger am meisten interessierten, wurden noch keine genannt. Sie hoffen jetzt vor allem auf ein zukunftsorientiertes Konzept in der Bachgasse. Anlieger Karl-Heinz Walther zum Beispiel moniert: "Wir können jetzt im Sommer nicht einmal die Fenster aufmachen, weil man dann sein eigenes Wort nicht mehr verstehen kann." Der Lärm der durchrasenden Autofahrer sei einfach zu laut. Anwohner gegenüber dem Museum beklagen, dass man dort kaum laufen könne, weil die Autofahrer ohne Rücksicht auf Fußgänger durch die enge Gasse preschen. "Das Museum der Stadt in der Bachgasse kann man nur unter Lebensgefahr erreichen", meinte ein Anlieger. Um die Sicherheit der Bürger - vor allem der Kinder - ging es außerdem bei der Diskussion um die Bahnhofstraße in Verbindung mit der Staatsstraße 2418, die von der Drachenburg nach Obernbreit führt. Diese Straße macht es schwierig, den Stadtkern sicher zu Fuß zu erreichen, da teilweise gar kein Gehsteig vorhanden ist. Das soll sich nun ändern: Die Straße wird von der Drachenburg bis zum Fränkischen Hof neu gemacht. Die Mauer am Fränkischen Hof wird zurück versetzt und ein Gehsteig von maximal einem Meter Breite entstehen. "Dann können die Schüler die Bahnhofstraße vom Gehsteig aus beim Fränkischen Hof überqueren," erläuterte der Bürgermeister.

200 000 Euro Gesamtkosten


Christiane Berneth fragte nach, wann man damit rechnen könne, und Zuhörer Werner Hund wollte wissen, ob man nicht noch zur Sicherheit eine Verkehrsinsel am Kopf der Bahnhofstraße einbauen könnte. Der Bürgermeister versprach, den Vorschlag zu prüfen und sagte, dass nächstes Frühjahr mit der Maßnahme gerechnet werden könne. Die geschätzten Gesamtkosten, die die Stadt tragen muss, bezifferte er mit Gehweg und Beleuchtung auf rund 200 000 Euro.