Biebelried
Unfall

Erneut tödliche Unfälle auf der A3 in Unterfranken: Lkw-Fahrer krachen in Stauende

Auf der A3 in Unterfranken kam es am Mittwochabend erneut zu mehreren Unfällen. Zwei Lkw-Fahrer übersahen den Stau. Zwei Menschen starben.
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Am Mittwochabend ist ein Sattelzug auf das Stauende auf der A3 bei Biebelried aufgefahren. Der Unfallverursacher starb noch an der Unfallstelle. Foto: NEWS5 / Merzbach
Am Mittwochabend ist ein Sattelzug auf das Stauende auf der A3 bei Biebelried aufgefahren. Der Unfallverursacher starb noch an der Unfallstelle. Foto: NEWS5 / Merzbach
Zwischen 21.00 und 23.10 Uhr ereigneten sich zwei tödlichen Unfällen auf der A3 bei Biebelried und Schwarzach im Landkreis Kitzingen. Wie die Polizei berichtet, haben dabei offenbar beide beteiligten Lastwagenfahrer das Stauende übersehen und sind mit voller Wucht aufgefahren. Der Stau entstand ursprünglich durch einen Unfall auf der A3 um 19.50 Uhr im Landkreis Würzburg. Bereits am Dienstag kam es an dieser Stelle zu einem tödlichen Unfall, bei dem vier Lkw ineinander krachten.
Ein bisher unbekannter Lastwagenfahrer versursachte am Mittwochabend, gegen 19.50 Uhr, einen Unfall zwischen den Anschlussstellen Rottendorf und Randersacker, woraufhin sich der Verkehr staute.Wie die Polizei mitteilte, scherte der Sattelzug vom rechten auf den mittleren der drei Fahrstreifen aus. Ein dort fahrender 45-Jähriger wich deshalb mit seinem Opel nach links aus. Auf dem linken Fahrstreifen folgte nach eigenen Angaben mit hoher Geschwindigkeit ein 33 Jahre alter Fahrer.

Trotz Vollbremsung konnte der Mann ein Auffahren nicht vermeiden. Mit Wucht prallte er auf den Opel des 45-Jährigen und katapultierte ihn nach vorn. Der Wagen schleuderte über die Fahrbahn. Er stieß gegen die Betonwand am Mittelstreifen, krachte seitlich in den Unterfahrschutz eines Sattelzuges neben ihm, schleuderte weiter und rammte die Flanke des davor fahrenden Sattelzuges. Der Opel-Fahrer und sein sechs Jahre jüngerer Beifahrer wurden dabei leicht verletzt . Die beiden Lasterfahrer im Alter von 48 und 50 Jahren blieben unverletzt. Der Fahrer des Sattelzuges, der den Unfall verursacht hatte, fuhr einfach weiter. Sein Fahrzeug wurde nicht beschädigt. Der Gesamtschaden wird auf etwa 35.000 Euro geschätzt.


Trümmerfeld auf der A3

Alle Fahrzeuge kamen auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen. Ein Trümmerfeld bedeckte jedoch auf einer Länge von etwa 300 Metern die gesamte Fahrbahn. Einsatzkräfte kümmerten sich um die Reinigung der Fahrbahn. Dazu musste die A 3 in Richtung Frankfurt für eine Dreiviertelstunde gesperrt werden. Ein Stau von mehreren Kilometern Länge war die Folge, welche die zwei Lkw-Fahrer übersehen haben.


Erster tödlicher Unfall bei Biebelried


Der erste tödliche Unfall ereignete sich gegen 21 Uhr auf der A3 zwischen Kreuz Biebelried und der Anschlussstelle Rottendorf. Wie die Polizei berichtet, übersah der 60-jährige Fahrer eines Sattelzuges offenbar ein Stauende und fuhr auf einen Lastwagen auf. Dabei erlitt er so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.



Dem derzeitigen Ermittlungsstand nach hat der Fahrer des Sattelzuges das Stauende, welches sich kurz nach dem Biebelrieder Kreuz in Fahrtrichtung Frankfurt gebildet hatte, übersehen. Mit großer Wucht fuhr der 60-Jährige auf den vor ihm stehenden Lastwagen auf. Der unverzüglich hinzugezogene Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.


Schaden in Millionenhöhe


Durch die Wucht des Aufpralls wurde der am Stauende stehende Lastwagen auf ein Sicherungsfahrzeug eines Schwertransportes geschoben und dieses wiederum auf den davor befindlichen Schwertransport. Der 66-jährige Fahrer, wie auch der 62-jährige Beifahrer, des Sicherungsfahrzeuges erlitten dabei leichte Verletzungen und kamen mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus. Der Fahrer des Lkw blieb unverletzt.

Dem derzeitigen Sachstand nach dürfte der Sachschaden bei über einer Million Euro liegen. Allein der Schaden an dem Schwertransport und der Ladung beläuft sich auf rund eine Million Euro.


Zweiter tödlicherLkw-Unfall bei Schwarzach

Zu einem zweiten tödlichen Verkehrsunfall ist es um 23.10 Uhr bei Schwarzachgekommen. Dem Sachstand der Polizei nach hat wohl erneut ein Lastwagen-Fahrer ein Stauende übersehen und ist auf einen Sattelzug aufgefahren. Der 48-jährige Beifahrer des auffahrenden Lastwagen erlitt bei dem Unfall so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Mehr dazu lesen Sie hier.
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