SCHWARZENAU

Schwarzenauer Feuerwehr feierte 140. Geburtstag

Doppelten Grund zum Feiern hatten die Einsatzkräfte. Sie feierten nicht nur ihren 140. Geburtstag, sondern auch 45 Jahre Jugendfeuerwehr.
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Wehrmänner wurden beim Festkommers der Feuerwehr in Schwarzenau für 40-jährigen Dienst oder für Verdienste um die Jugendfeuerwehr geehrt (von links): stellvertretender Landrat Robert Finster, Helmut Kempf, Günther Mey, Arno Ruß, Thomas Schmitt, Christian Pfannes, Bezirksjugendwart Thomas Grimmer und Kreisbrandrat Roland Eckert. Foto: Foto: Walter Braun

Doppelten Grund zum Feiern hatte am Wochenende die Feuerwehr in Schwarzenau. Zum einen blickte man auf das 140-jährige Bestehen der Ortswehr und zum anderen auf 45 Jahre Jugendfeuerwehr.

Die Festredner waren sich einig: Bei der Feuerwehr in Schwarzenau wird seit Jahren hervorragende Nachwuchsarbeit geleistet. Kommandant Jens Günther verwies in seiner Ansprache auf Veränderungen, die sich in den zurückliegenden 140 Jahren für die Feuerwehr ergaben. Das frühere Sturmläuten durch die Kirchenglocke wurde beispielsweise längst durch den Einsatz von Sirenen und Funkmeldern abgelöst. Oder: Anstelle von handbetriebenen Feuerspritzen hat man heute Fahrzeuge mit leistungsfähigen Pumpen.

Grundidee ist immer noch die selbe

Trotz der Neuerungen ist nach den Ausführungen des Kommandanten in den 140 Jahren die Idee, nämlich „Menschen in Not zu helfen“, geblieben. Als Grundtätigkeit einer Wehr, die früher aus dem Löschen eines Feuers bestand, nannte Günther die Begriffe „retten, löschen, bergen und schützen“.

Der Kommandant erinnerte an 1972, als mit der Gründung der Jugendfeuerwehr Schwarzenau eine „zukunftsweisende Entscheidung“ fiel.

Altbürgermeister und Schirmherr Lothar Nagel attestierte der Wehr einen ausgezeichneten Leistungs- und Bildungsstand. Sie erwies sich im Laufe der 140 Jahre als anpassungsfähig und flexibel genug, den Anforderungen stets gerecht zu werden. Mit Blick in die Zukunft verwies Nagel auf eine weitere Aufgabe der Feuerwehren. Um weiterhin mit Ehrenamtlichen arbeiten zu können, müsse man Werbung in eigener Sache betreiben. Denn es gibt Feuerwehren, bei denen die Zahl der aktiven Mitglieder deutlich zurückgeht. Dass diese Nachfolgefrage bei der Feuerwehr Schwarzenau so gut funktioniert, führte der Altbürgermeister auf die Jugendfeuerwehr zurück.

Im Einsatz für den Nächsten

Stellvertretender Landrat Robert Finster dankte allen, die trotz eines großen Freizeitangebotes rund um die Uhr für den Dienst an den Nächsten im Einsatz sind. Grußworte sprachen auch Bürgermeister Volker Schmitt, Thomas Grimmer für die Patenschaftsfeuerwehr Hörblach, die stellvertretende Vorsitzende des SV/DJK Schwarzenau, Marion Bergmann, sowie der stellvertretende Vorsitzende des Feuerwehrvereins Schwarzenau, Maximilian Ruß, und Kreisbrandinspektor Michael Krieger. Er sagte: „Ohne meine Feuerwehr wäre Schwarzenau ein Stück ärmer.“

Schließlich wurden vier Wehrmänner für ihren 40-jährigen Dienst durch den stellvertretenden Landrat Robert Finster und Kreisbrandrat Roland Eckert geehrt. Das Ehrehrenzeichen und eine Urkunde gab es für Helmut Kempf, Günther Mey, Arno Ruß und Thomas Schmitt. Mit der Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes in Silber wurde Jugendwart Christian Pfannes für seine Verdienste um den Aufbau und die Förderung der Jugendfeuerwehren in Bayern durch Bezirksjugendwart Thomas Grimmer geehrt.

Mehrere Tage Jubiläumsprogramm

Musikalisch umrahmt wurde der Festkommers durch Beiträge der Blaskapelle Schwarzenau unter der Leitung von Urban Ebert. Das mehrtägige Jubiläumsprogramm der Schwarzenauer hatte am Sonntag mit dem Festzug einen weiteren Glanzpunkt (wir berichten demnächst).

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