Kitzingen

Schüler stellen Kunstwerke in der Kitzinger Klinik aus

"Du bist der Anfang von deinem eigenen Ende" steht auf einem zersplitterten Spiegel der Ausstellung in der Klinik Kitzingen. Schüler beschäftigten sich mit dem Lebenssinn.
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Thilo Penzhorn, Vorstand der Klinik Kitzinger Land, überreicht einen Scheck an das Armin-Knab-Gymnasium, das in der Klinik Werke ausstellt. Zwischen den Schülern stehen (von links) Monika Rahner, Schulleiterin des Armin-Knab-Gymnasiums, Thilo Penzhorn, Kunstlehrer Alfons von Truchseß-Bruckner und Paul Streng, stellvertretender Landrat. Foto: Caroline Münch
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"Seit zehn Jahren besteht schon eine Zusammenarbeit zwischen der Klinik Kitzinger Land und dem Armin-Knab-Gymnasium", sagte die Schulleiterin Monika Rahner während der Vernissage zur neuen Kunstausstellung "Anfang und Ende" am Freitag. Vor zwei Jahren nahmen die Klinik und die Schule die Kooperation nach einer Unterbrechung wieder auf. Bei der Neubaueröffnung am "Tag der offenen Tür" im Jahr 2017 begeisterte die Kunstausstellung unter der Leitung des Kunstlehrers Alfons von Truchseß-Bruckner viele Besucher. Seitdem werden in losen Abständen immer wieder andere Exponate in der Klinik präsentiert.  

Positives Feedback der Mitarbeiter

Der Vorstand der Klinik in Kitzingen, Thilo Penzhorn, freute sich über die Ausstellung, weil "es mal etwas anderes ist. Nicht heimische Künstler stellen ihre Bilder aus, sondern Schüler des Armin-Knab- Gymnasiums." Gerade das Thema "Anfang und Ende" sei interessant mit Blick  auf ein Krankenhaus, in dem die Menschen von der Geburt bis zu ihrem Tod betreut und begleitet werden. Durch die Ausstellung – erneut unter der Leitung von Truchseß-Bruckner – kommt Leben in die Ebene zwei und drei des Altbaus. "Von den Mitarbeitern habe ich nur positives Feedback bekommen", berichtete Penzhorn.  

500 Euro für das Armin-Knab-Gymnasium

Zum Dank hat der Vorstand Penzhorn dem Armin-Knab-Gymnasium einen Scheck von 500 Euro überreicht. Schulleiterin Rahner betonte, dass die Schüler nicht nur Noten bekommen, sondern über das Gästebuch erfahren, "wie ihre Werke auf das Publikum wirken". Die meisten Bilder stammen von Schülern aus dem Kunstkurs der Oberstufe (Kunstadditum), "aber auch Schüler aus der sechsten und der zehnten Klasse beteiligten sich", sagte der Kunstlehrer. "Einige haben ihren Werken inspirierende Gedanken und Quellen beigefügt."

Ein Teil der Ausstellung steht in der Kapelle

Klinikseelsorgerin Monika Oestemer trug vor, dass "Anfang und Ende, widersprüchlich und doch ähnlich, in unserem Leben untrennbar miteinander verbunden sind". Geht man durch die Ausstellung, muss man sich mit dem Sinn des Lebens beschäftigen. Die Frage nach dem, was am Anfang war und dem, was nach dem Ende kommt, bewegt die Menschheit schon immer. Dieser Teil der Ausstellung befindet sich in der Kapelle und versucht, darauf eine Antwort zu geben.

Die Kunstausstellung in der Klinik Kitzinger Land ist bis Ende des Schuljahres zu sehen. Besucher können Bilder in Schwarz-Weiß, in Farbe, Collagen und Skulpturen in der Ausstellung bewundern. Die Werke behandeln den Sinn des Lebens, die Verschmutzung der Erde als Anfang vom Ende, die Auferstehung, die Geburt und das Widersprüchliche zwischen Anfang und Ende.

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