Kitzingen

Schauspiel Häcker-Chronik: 2020 wird Stadtgeschichte lebendig

Alle fünf Jahre bringt die "Häcker-Chronik" die Geschichte von Kitzingen in Szenen aus verschiedenen Jahrhunderten auf die Bühne. Aber es fehlt an Schauspielern.
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2020 ist es wieder so weit: Alle fünf Jahre führen Laiendarsteller die Kitzinger Stadtgeschichte in Form der "Häcker-Chronik" auf. Unsere Archivaufnahme stammt von 2015. Foto: Timo Lechner (Archiv)
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Im Jahr 1951 uraufgeführt, erzählt die "Häcker-Chronik" seit den 1980er-Jahren regelmäßig die Kitzinger Stadtgeschichte in verschiedenen Szenen, seit 1995 im Fünf-Jahre-Turnus. 2020 werden die Geschichten, die sich mit prägnanten Ereignissen aus 13 Jahrhunderten befassen, wieder auf die Bühne gestellt. Geschrieben ist das Werk in der Urform von Engelbert Bach, Rudolf Cyperrek, Hanns Rupp und Fritz Sturm. Mittlerweile hat es aber Erneuerungen und Änderungen erfahren.

Regisseur Fuchs sucht Akteure

Regisseur Helmut Fuchs stellte das Vorhaben am Dienstag im Kitzinger Stadtrat vor. Im Juli/August 2020 sind sechs Aufführungen im Hof der Friedrich-Bernbeck-Schule geplant. Zwei Probleme beschäftigen Fuchs: "Wir brauchen Akteure.  Ein Teil ist verstorben, ein Teil kann oder will nicht mehr, ein Teil ist zu alt." Außerdem steigen die Kosten, was zu einem erwarteten Defizit von rund 55 000 Euro führen wird. Während Fuchs dem ersten Problem mit Nachwuchs-Werbung begegnen möchte, hat die Stadt zugestimmt, die seit langem unveränderten Eintrittspreise zu erhöhen. Die Karten könnten in den drei angebotenen Kategorien 10, 12 und 14 Euro kosten (bisher: 8, 10, 12 Euro). Ermäßigte Karten kosten jeweils zwei Euro weniger.

Oberbürgermeister Siegfried Müller ließ keinen Zweifel daran, dass die Stadt die "Häcker-Chronik" weiter unterstützen werde. "Sie ist uns immer einen Beitrag wert, um unsere Stadtgeschichte öffentlich darzustellen." Das sah der Stadtrat genauso und beschloss einstimmig, dass das Stück 2020 sechs Mal aufgeführt und das Preisniveau wie erwähnt erhöht werden soll. Auf Nachfrage von Astrid Glos erklärte Regisseur Fuchs, dass es einige Veränderungen geben werde. Einige der 15 Szenen würden gekürzt, weil sie zum Teil "zu langatmig" seien. 

2015 kamen 2300 Zuschauer

Der Verkauf der Eintrittskarten soll bis zum Weihnachtsgeschäft 2019 starten. In der Vergangenheit hatten die Aufführungen großen Zuspruch und zogen auch Zuschauer außerhalb des Landkreises an. 2015 kamen insgesamt 2300. Über 100 Laienschauspieler  wirkten an dem Schauspiel mit.

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