RÜDENHAUSEN

Sänger feiern im Schlosspark

Am Wochenende nach der Kirchweih in Rüdenhausen wird am kommenden Sonntag, 4. September, in der Marktgemeinde wieder gefeiert. Das Gruppensängerfest der Sängergruppe Kitzingen wird nachgeholt, in Verbindung mit dem Jubiläum der 25-jährigen Wiedergründung des Rüdenhäuser Singvereins. Dies sollte im Mai stattfinden und wurde damals nach Unwetterwarnungen abgesagt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Singverein Rüdenhausen ist Gastgeber für das Gruppensängerfest am Sonntag, 4. September. Foto: Foto: KARL GRAF ZU CASTELL-RÜDENHAUSEN

Am Wochenende nach der Kirchweih in Rüdenhausen wird schon wieder gefeiert: am Sonntag, 4. September das Gruppensängerfest der Sängergruppe Kitzingen. Dieses wird nachgeholt, in Verbindung mit dem Jubiläum der 25-jährigen Wiedergründung des Rüdenhäuser Singvereins. Dies sollte im Mai stattfinden und wurde damals nach Unwetterwarnungen abgesagt.

Festzug und Sängertreffen

Chöre aus dem Landkreis Kitzingen haben sich zum Festzug angemeldet und werden danach im Schlosspark Lieder zum Besten geben. Die Altmannshäuser Musikanten (Leitung: Edgar Nitsche) und die Großlangheimer Musikanten unter der Führung von Mathias Georgi sorgen für den richtigen Takt beim Marschieren.

Aufstellung ist um 13 Uhr bei „Rosis Autohof“ an der Wiesentheider Straße, wo auch die Parkplätze genutzt werden können. Nach dem Umzug spielen die Altmannshäuser Musikanten auf dem Festgelände im Schlosspark.

Der Singverein gründete sich 1841 und gilt als die älteste Vereinigung im Ort. Seit jeher bestand ein gutes Verhältnis zwischen Chor und Fürstenhaus; auch diesmal steht der Park für die Jubiläumsfeier offen. Das Gruppensängerfest geht in Zusammenarbeit mit allen Rüdenhäuser Vereinen über die Bühne, die bei der Organisation und der Bewirtung der Gäste mithelfen.

Wer fehlte, musste zahlen

Als „Gesellschaft zur geselligen Unterhaltung für Gesang und Musik“ wurde der Verein unter dem Namen „Liederkranz in Rüdenhausen und Castell“ mit 21 Sängern aus der Taufe gehoben. Festgehalten in der Chronik ist die Teilnahme am „1. Allgemeinen Deutschen Singfest“ am 4. August 1845.

18 Jahre später trennte man sich von den Casteller Sängern und nannte sich ab 1859 nur noch „Singverein Rüdenhausen“. Offensichtlich ging man freundschaftlich auseinander, denn gemeinsam feierten die Vereine noch Stiftungsfeste und nahmen auch am „Großen Deutschen Sängerfest“ in Nürnberg 1861 teil. Strenge Bräuche herrschten damals: Wer unentschuldigt den Singstunden fernblieb, musste sechs Kronen in die Vereinskasse zahlen. Und: Wer dem Chor beitreten wollte, musste erst einmal dem Dirigenten vorsingen.

Aktuell tragen sich die Rüdenhäuser wieder mit Gedanken, ihren Chor mit einem aus einem Nachbarverein zusammenzuschließen.

22 Sänger bei den Rüdenhäusern

Lange fanden die Proben unter Leitung diverser Schulmeister statt; während der Kriege ruhte das Vereinsleben und schlief 1940 ganz ein. Erst im Juni 1991 legte Wilhelm Lamprecht den Grundstein zur Wiedergründung des Singvereins. Bald darauf formierten sich 29 Sänger unter der Leitung von Johann-Theobald Blüchel, der den Dirigentenstab erst vor einem halben Jahr abgab. Seitdem dirigiert Reiner Bachner die 22 Aktiven. Das Schlossparksingen, zu dem immer wieder Gastchöre geladen werden, gehört zum Bestandteil im Jahresablauf des Singvereins unter seinem Vorsitzenden Karl Graf zu Castell-Rüdenhausen.

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.