WIESENTHEID

Ron Spielmann und Andreas Kümmert mit Improvisationstalent

Mitten in ihrem Benefizkonzert in Wiesentheid mussten sie die Bühne wechseln. Und 300 Zuschauer dazu. Blitze und Donner waren der Grund. Dennoch war der Auftritt gelungen.
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Andreas Kümmmert (rechts) und Ron Spielman (Zweiter von links) holten sich beim Benefiz-Konzert in Wiesentheid spontan Unterstützung. Die Wiesentheider Musiker Klaus Dürner (links) und Johannes Arndt (Zweiter von rechts) mischten mit. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

Bisweilen sind Musiker dann am besten, wenn sie improvisieren müssen. Das bewies der Auftritt von Ron Spielman mit „Rocket Man“ Andreas Kümmert, die beim Benefizkonzert in Wiesentheid vor über 300 Zuhörern ihre Bühne wechseln mussten. Grund war das Gewitter, das am Freitagabend losging, als Spielman und Kümmert ihre ersten Songs gespielt hatten.

Trocken im Kuhstall

Bis dahin saß das Publikum draußen in einem Garten in der Sofienstraße. Dort lässt der Veranstalter der Kellerkonzert-Reihe, Andreas Liebald, im Sommer seine Musiker auftreten. Mit Kümmerts „Simple Man“ und einem Blues-Stück von Johnny Winter starteten beide eindrucksvoll, ehe Blitze und Donner kamen. Der Auftritt wurde unterbrochen, Instrumente und Anlage abgebaut. Das Publikum stellte sich unter, als wenig später der Gewitterregen niederprasselte.

Musiker und Veranstalter berieten sich kurz und dann war klar: Das Konzert geht im Kuhstall, Liebalds Veranstaltungsraum für schlechtes Wetter, weiter. Spielman und Kümmert, verstärkt mit dem Wiesentheider Schlagzeuger Johannes Arndt, legten los – und wie. Später stieg mit Klaus Dürner als Sänger ein weiterer Wiesentheider Musiker ein.

Jede CD als Exemplar

Die vier gaben einige Stücke zum besten und im voll besetzten Kuhstall sprang der Funke sofort über. Die Zuhörer merkten den Musikern den Spaß an, den sie hatten. „Der ganze Abend ist ein wenig Improvisation für mich, das mache ich eigentlich selten“, sagte Ron Spielman. Arndt hat den aus Schweinfurt stammenden Gitarristen gefragt, ob er für den Gig nach Wiesentheid kommen würde.

Beide kennen sich seit Anfang der 80er Jahre, wo sie in einer Band in Schweinfurt gespielt hatten. Der Kontakt wurde zwar seltener, riss aber nie ab. „Ron schickt mir regelmäßig eine CD, wenn er eine neue gemacht hat“, erzählte Arndt. Spielman brachte Andreas Kümmert mit nach Wiesentheid, bei dem er gelegentlich als Musiker einspringt.

Erlös für die Kindergärten

Das Duo lockte sogar Fans aus der Nähe von Osterburken in Baden-Württemberg an. Und sie bereuten die lange Anreise nicht: „Ehrliche Musik, tolle Atmosphäre, nette Leute, das war richtig klasse“, fand Andreas Endres. Er hatte im Internet vom Auftritt gelesen und war extra gekommen.

Auch die dritte Auflage des Benefiz-Konzerts wurde vom Wiesentheider Mike Winges veranstaltet. Der Gitarrist der W-Beat Boys hatte 2015 die Idee, anlässlich seines Geburtstags ein Konzert zu machen. Er fand einige Unterstützer, der Erlös sollte für gute Zwecke gespendet werden. Diesmal bekommen unter anderem die Wiesentheider Kindergärten einen Teil der Einnahmen. Dafür bedankte sich Mitarbeiterin Birgit Rosentritt bereits am Abend. Als Vorbands traten die W-Beat Boys und Ratstompers, beide aus Wiesentheid, auf.

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