RÖDELSEE

Rödelsees Ortskern mit einem neuen Gesicht

Die Winzerkapelle spielte, die Schul- und Kindergartenkinder sangen: Rödelsee feierte den Abschluss der Städtebauförderung. Auch der Schlosspark wurde neu gestaltet.
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Peter Göttke, Silvia Knoll, Horst Kohlberger, Tamara Bischof, Paul Beinhofer, Volkmar Halbleib und Jana Burkholz (von links) freuten sich über die vielen verwirklichten Projekte in Rödelsee, die im Hintergrund zu sehen waren. Foto: Gerhard Krämer
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Die Winzerkapelle spielte, die Schul- und Kindergartenkinder sangen: Mit der Fertigstellung des Schlossparks und der Crailsheimer Straße feierte Rödelsee den Abschluss der Städtebauförderung, die die Winzergemeinde am Schwanberg mit jedem einzelnen Bauprojekt stärken und aufwerten sollte. „Wenn man sich im Ort umschaut, ist dies hervorragend gelungen“, stellte Regierungspräsident Paul Beinhofer in seiner Ansprache im Feuerwehrhaus fest.

Lebendige Ortsmitte

Rund 5,36 Millionen Euro hat die Gemeinde Rödelsee seit 1998 investiert, was Horst Kohlberger in Vertretung von Bürgermeister Burkhard Klein als „gigantische Investition“ bezeichnete. Die Gemeinde erhielt dabei nach den Worten von Paul Beinhofer zuerst über das Bayerische Städtebauförderprogramm und seit 2004 über das Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Sanierung und Entwicklung“ Unterstützung. 2009 wurde die Gemeinde als Sondermaßnahme in das Konjunkturpaket II aufgenommen. Insgesamt wurden der Gemeinde nach den Worten des Regierungspräsidenten Zuschüsse in Höhe von 1,66 Millionen Euro bewilligt.

Für die Neugestaltung des Schlossparks und der Crailsheimer Straße, dem vorerst letzten Projekt, waren von den veranschlagten Kosten von 251 000 Euro 239 000 förderfähig, weswegen es 144 000 Euro als Zuschuss gab. „Ortszentren haben nach wie vor eine Leitfunktion für die Identität und Zukunft unserer Städte und Gemeinden“, ist Beinhofer überzeugt. Lebendige und lebenswerte Ortsmitten seien aber längst keine Selbstläufer mehr. Die Kommunen müssten sich zusammen mit ihren Bürgern aktiv um ihre Ortskerne bemühen. Denn eine Gemeinde brauche eine Mitte, es nütze nichts, „an den Extremitäten anzusetzen“. „Die Gemeinde Rödelsee hat die Chancen der Städtebauförderung bereits vor vielen Jahren erkannt“, lobte der Regierungspräsident. Beinhofer erinnerte zum Beispiel an die Sanierung des Casteller Amtshauses, die Neugestaltung der Ortsmitte oder des Rödelsees, aber auch an die privaten Bauvorhaben mit dem Kommunalen Förderprogramm. Kohlberger nannte hier die Investitionssumme von 1,3 Millionen Euro.

Ortspfarrerin Silvia Knoll und Dekan Peter Göttke sprachen über die neu geschaffenen Lebens- und Begegnungsräume den Segen. Bei der Feier, zu der viele Ehrengäste und Anlieger sowie Vertreter der beteiligen Firmen gekommen waren, erinnerte Landrätin Tamara Bischof daran, dass vieles ohne die Umgehungsstraße nicht möglich gewesen wäre. Rödelsee habe sich sehr gut entwickelt.

Nicht nur wegen des Tags der Ergotherapie, der zeitgleich auf die Feier fiel, sitze er aufrecht da, sondern ob der Leistung, bekannte Landtagsabgeordneter Volkmar Halbleib. Denn hinter de Städtebauförderung stecke mehr als Stein, Mörtel und Asphalt.

Für Planer Marcus Viebahn war es eine „spannende Geschichte mit vielen Höhepunkten“ und Weinprinzessin Jana Burkholz und ihre ehemaligen Kolleginnen überreichten an die Anlieger einen Gemeindebocksbeutel.

Erfolgreiche Entwicklung

Bürgermeister-Stellvertreter Horst Kohlberger sprach auch im Namen von Burkhard Klein von einer erfolgreichen Städtebauförderung, die gemeinsam, vor allem mit den Anliegern, verwirklicht worden sei. „Rödelsees Kern hat nun endgültig ein neues Gesicht.“ Entstanden sei „Rödelsee 21“. Aber: „Wir träumen nicht nur unseren Traum von einer erfolgreichen Entwicklung unserer Gemeinde, wir leben ihn weiter“, versprach Kohlberger.

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