KITZINGEN

Ringen um den Pendlerparkplatz

Ob wenigstens ein kleiner Teil der Neugestaltung des Kitzinger Bahnhofsumfelds in die Gänge kommt, wird sich am Donnerstagabend im Stadtrat (21. April, 18 Uhr) zeigen.
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Trostlos: Parkplätze und Bahnhofsvorplatz bieten ein nicht eben einladendes Bild am Zugang zur Innenstadt von Kitzingen. das könnte ab 2016 anders werden, wenn die Stadt das Bahnhofsumfeld komplett umgestaltet. Foto: Foto: Harald Meyer

Ob wenigstens ein kleiner Teil der Neugestaltung des Kitzinger Bahnhofsumfelds in die Gänge kommt, wird sich am Donnerstagabend (21. April, 18 Uhr) zeigen: Da entscheidet der Stadtrat in einer Sondersitzung über die geplanten Pendlerparkplätze und möglicherweise viele Millionen Euro. Die werden fällig, wenn im Bereich der Kleingärten (Süden) ein Parkdeck gebaut würde.

Zwei Meinungen im Gremium prallen bisher bei diesem Thema aufeinander: Die einen wollen möglichst schnell eine Lösung, bei der auf einem ebenerdigen Parkplatz zwischen Bahnhof und Kleingärten – wie geplant – 119 Stellplätze für 1,3 Millionen Euro entstehen könnten.

Die Gegenseite hält eine deutlich größere Lösung, beispielsweise durch den Bau einer Parkpalette mit bis zu 300 Stellplätzen, für nötig und denkbar angesichts der unsicheren Lage: Die Bahn will den Bahnhof verkaufen und blockiert so fast alle städtischen Überlegungen für die Umgestaltung des Bahnhofsumfelds.

5,3 Millionen Euro

Allerdings: Nach den Kostenschätzungen des Bauamts in der Beschlussvorlage zur Ratssitzung würde ein Parkdeck mit drei Geschossen und 264 Stellplätzen knapp 5,3 Millionen Euro verschlingen. Zudem würde diese Variante einiges an zusätzlicher Zeit kosten, da nach Meinung des Bauamts ein Bebauungsplan nötig würde. Bei den bisherigen Parkplatzplänen wäre ein Baubeginn noch in diesem Jahr möglich.

Ein möglicher Kompromiss könnte zwar 208 Stellplätze garantieren, wäre mit 2,2 Millionen Euro noch vergleichsweise kostengünstig, würde aber alte Konflikte wieder aufbrechen lassen: Wenn die restlichen 19 Kleingärten im Süden überplant würden, wäre die größere Lösung möglich – allerdings zu Lasten der Kleingärtner.

Die Entscheidung für eine Parkplatz-Lösung im Süden wird mit Sicherheit auch auf die Pläne auf der anderen Bahnhofseite durchschlagen. Hier ist derzeit ein Busbahnhof im Gespräch – mit acht Stellplätzen. Dieses Vorhaben, die Erneuerung des Bahnhofsvorplatzes und ein kleinerer Pendlerparkplatz würden nach bisheriger Grobschätzung alleine 5,5 Millionen Euro kosten.

Was die Diskussion um mehr oder weniger Parkplätze am Bahnhof – neben den Verkaufsplänen der Bahn – mitbefeuert, ist eine Bedarfsanalyse aus dem Landratsamt. Da stehen 300 Stellplätze zu Buche: Derzeit gibt es 160 Parkplätze am Bahnhof.

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