WIESENTHEID

Rege Nachfrage für das neue Gewerbegebiet

Noch in diesem Jahr erhalten Wiesentheid und Abtswind ihre eigene, gemeinsame Abfahrt von der der B 286.
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Noch liegt in Wiesentheid Schotter, wo künftig die weitere Abfahrt der B 286 (im Hintergrund) ins Gewerbegebiet Mähling und nach Abtswind entstehen soll. Beim Termin vor Ort ließen sich die Bürgermeister Jürgen Schulz (Abtswind) und Werner Knaier (Wiesentheid, von re.) von den Fachleuten informieren. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

Noch in diesem Jahr erhalten Wiesentheid und Abtswind ihre eigene, gemeinsame Abfahrt von der der B 286. Unweit der Auffahrt zur Autobahn entsteht dazu an der Bundesstraße im Süden Wiesentheids eine Kreuzung mit einer Ampelschaltung. Von dort aus kann man dann entweder ins neue Wiesentheider Gewerbegebiet Mähling, oder nach Abtswind abbiegen. Die dazu erforderlichen Straßen sind derzeit in Bau.

Gewerbeflächen entstehen nicht gleich auf beiden Seiten der B 286. Auf Wiesentheider Seite wird die zweite Hälfte des Gebiets zur Ansiedlung von Firmen parallel bis zum Winter mit erschlossen. Nachdem sich die Kommune mit einem lange zögernden Grundbesitzer auf einen Grundstückstausch verständigen konnte, war die letzte Hürde genommen. Die Nachfrage sei gut, ein Drittel des insgesamt sieben Hektar umfassenden Areals sei bereits reserviert, sagt Wiesentheids Bürgermeister Werner Knaier. Im Frühjahr 2018 soll es bebaubar sein.

Damm wird aufgeschüttet

Sein Abtswinder Kollege Jürgen Schulz lässt erst einmal die rund 600 Meter lange Verbindung von der Bundesstraße zur Kreisstraße errichten. Dazu muss ein Damm aufgeschüttet werden, 13 000 Kubikmeter Erdreich sind wegen des unterschiedlichen Höhenprofils zu bewegen. Auf lange Sicht, so Schulz, soll der gesamte Bereich ein interkommunales Gewerbegebiet werden. „Wir bauen im Moment nur die Straße. Weitere Flächen sind zunächst in Ortsnähe vorgesehen. Das hier wird vielleicht in 15 bis 20 Jahren kommen“, schätzt er vorsichtig. Außerdem wolle man die Grundstücke nicht einfach verramschen.

Was den Bau der Straßen und die Kreuzung an der B 286 betrifft, zeigten sich die Vertreter der Behörden, Kommunen und des Ingenieurbüros beim Ortstermin zuversichtlich. „Voll im Zeitplan“ liege das Projekt, antworteten Oliver Wallach vom Büro der Planungsschmiede Braun, Thomas Endres und Frank Rose von Seiten der staatlichen Bauämter einvernehmlich. Einmal die Woche treffen sich die Verantwortlichen mit den Bürgermeistern aus Wiesentheid und Abtswind, sowie der Baufirma, um den Stand zu besprechen.

Läuft auf der Baustelle weiterhin alles wie vorgesehen, dann wird der Verkehr auf der B 286 im Bereich der neuen Abfahrt bereits ab Ende November mit einer intelligente Ampel geregelt. Auf der Strecke steht normalerweise die Ampel auf Grün für die Fahrzeuge auf der B 286. Erst wenn sich aus den Gewerbegebieten Verkehrsteilnehmer annähern, schaltet die Lichtzeichenanlage um.

Die Dimension der Kreuzung ist beachtlich. Die Bundesstraße wird aufgeweitet, rund 250 Meter soll die gesamte Länge der Kreuzung haben. Auf beiden Seiten werden je vier Abbiegespuren plus eine kleine Insel gebaut. Genaue Größen und Maße sind von den Sichtverhältnissen abhängig, erläuterten Thomas Endres und Frank Rose vom Staat.

Die Baukosten für das gesamte Vorhaben wurden einst auf rund 1,2 Millionen Euro taxiert. Der Staat fördert das Ganze mit 60 Prozent, den Rest zahlen je nach Länge der Strecken die Abtswind und Wiesentheid.

Im Zuge dieses Baus wird die Verbindung über die so genannte Promillestraße, einer Strecke von der Abtswinder zur Rüdenhäuser Straße, dicht gemacht für Fahrzeuge. Sie ist künftig nur noch für Zweiräder nutzbar, wobei diese eine separate Trasse in das Wiesentheider Gewerbegebiet bekommen. Die gern genutzte Abkürzung gilt vor allem an der schlecht einsehbaren Abzweigung au die Rüdenhäuser Straße als Gefahrenpunkt.

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