Biebelried
Traurige Gewissheit

Rätsel um unbekannten Toten in Unterfranken gelöst: Leichnam nach drei Jahren identifiziert

2015 findet ein Jäger am Mainfrankenpark bei Biebelried (Unterfranken) einen männlichen Leichnam. Die Identität des Toten kann nicht geklärt werden - bis 2018 neue Hinweise auftauchen. Jetzt ist klar: Es handelt sich um einen vermissten Familienvater, der Sohn stieß in den Medien auf den Leichenfund.
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Vor drei Jahren hatten Jäger in einem Waldstück südlich des Mainfrankenparks einen männlichen Leichnam entdeckt. Erst jetzt konnte die Identität des Toten geklärt werden. Symbolfoto: Christopher Schulz
Vor drei Jahren hatten Jäger in einem Waldstück südlich des Mainfrankenparks einen männlichen Leichnam entdeckt. Erst jetzt konnte die Identität des Toten geklärt werden. Symbolfoto: Christopher Schulz

Im Dezember 2015 hatte ein Jäger in einem Waldstück südlich des Mainfrankenparks einen männlichen Leichnam aufgefunden. Jahrelang war unbekannt, um wen es sich bei dem Verstorbenen handelt. Ein DNA-Abgleich brachte nun Gewissheit, dass es sich bei dem Toten um einen 52-Jährigen aus Moldawien handelt. Das berichtet das Polizeipräsidium Unterfranken.

Jahrelanges Rätselraten um die Identität des Toten

Am Mittag des 29. Dezember 2015 hatte ein Jäger in einem kleinen Waldstück südlich des Mainfrankenparks einen männlichen Leichnam entdeckt. Die Würzburger Kripo übernahm in der Folge die Ermittlungen, wobei sich keinerlei Hinweise auf eine Straftat im Zusammenhang mit dem Tod des Mannes ergaben. Seine Identität war jedoch völlig unklar. Um zu klären, um wen es sich bei dem Verstorbenen handelt, bat die Polizei Anfang 2016 auch die Bevölkerung um Mithilfe. Neben einer Personenbeschreibung wurden auch Bilder von dem Toten und dessen Bekleidung veröffentlicht.

22-Jähriger meldet sich 2018 bei der Polizei

Nachdem sich über Jahre keine neuen Erkenntnisse zu dem Toten ergeben hatten, meldete sich am 30. Oktober 2018 ein 22-jähriger, moldauischer Staatsangehöriger bei der Kripo Würzburg. Er gab an, dass es sich bei dem Verstorbenen um seinen Vater handelt könnte, den er seit Ende 2015 vermisst. Offenbar war der Sohn im Internet auf einen Bericht über den unbekannten Leichnam gestoßen.

Der Tote ist der Vater des jungen Mannes

Laut eigenen Angaben war der 22-Jährige mit seinem Vater im November 2015 mit dem Bus von Bremen in Richtung Moldawien unterwegs. Während eines Halts auf dem Autobahn-Parkplatz Sandgraben sei der damals 52-Jährige verschwunden. Auf Drängen der Fahrgäste sei der Bus damals ohne den Vermissten weitergefahren.

Es gibt keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen

Anhand von DNA-Vergleichsmaterial konnte nun zweifelsfrei geklärt werden, dass es sich bei dem aufgefundenen Leichnam tatsächlich um den vermissten Vater des 22-Jährigen handelt. Nach wie vor gibt es keinerlei Anhaltspunkte, die auf eine Straftat im Zusammenhang mit dem Tod des Mannes hindeuten würden.

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