RÜDENHAUSEN

„Radweg besser auf der nördlichen Seite“

Der Radweg zwischen Rüdenhausen und Wiesenbronn ist beschlossen. Aber es bestehen unterschiedliche Ansichten zwischen Behörden und den Gemeinden, wo gebaut werden soll.
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Langsam Radeln an Bushaltestellen
Symbolbild Radweg Foto: Peter Endig

Dass zwischen den Gemeinden Rüdenhausen und Wiesenbronn ein Radweg an der Straße entstehen soll, ist gewünscht und beschlossen. Allerdings bestehen unterschiedliche Ansichten zwischen Behörden und den beiden Gemeinden, auf welcher Seite der Straße die Radler rollen sollen. Im Rüdenhäuser Gemeinderat stellte Bürgermeister Gerhard Ackermann nun die Situation dar.

Laut Ackermann hatten beide Gemeinden beschlossen, die vom Staatlichen Bauamt vorgeschlagene Trassenführung südlich der Staatsstraße, also von Rüdenhausen aus auf der linken Seite, nicht weiter zu verfolgen. Für die Version der Gemeinden auf der nördlichen spreche, dass ein bereits asphaltiertes Stück der früheren Straße nutzbar sei. Die Kosten würden minimiert, weil auf dieser Seite gleichzeitig die Pulvermühle mit einem asphaltierten Weg angeschlossen würde. Auch bestehe auf Wiesenbronner Gemarkung südlich der Straße kein Anwandweg für Landwirte.

Biotop würde zerschnitten

Ein Grundbesitzer sei zudem nicht gewillt, dort Flächen zu verkaufen. Also habe man, so Bürgermeister Ackermann, die zuständigen Stellen „auf die sinnlose Trassenführung in der Rüdenhäuser Gemarkung und die damit einhergehende Verschwendung von Steuergeldern“ hingewiesen. Als weiteren Vorteil führte er an, dass beim Bau auf der von den Gemeinden favorisierten Seite nahezu kein Grunderwerb erforderlich sei. Links der Straße müsste das dort liegende Biotop mit dem Weg zerschnitten werden, führte er einen weiteren Nachteil an.

Ackermann monierte in der Sitzung, dass einige Punkte der Behörden so nicht stimmten. Von einer frühzeitig erfolgten Beteiligung der Kommunen vor einem Jahr wisse er nichts. Außerdem sei bei der Planung der gesamten Umgehung 2012 keine Querung des Kreisverkehrs an der Casteller Straße für einen Fuß- oder Radweg vorgesehen gewesen.

Für den Radweg auf der Südseite wurden die Kosten mit der Vorplanung auf 750 000 Euro geschätzt. Die Gemeinde müsse lediglich für den Grunderwerb im Bereich des Gründleinsbaches aufkommen, hatte Ackermann in einer früheren Sitzung mitgeteilt. Dort soll eine Brücke errichtet werden. Die Gemeinde hofft, dass die Behörde sich noch überzeugen lässt.

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