PRICHSENSTADT

Prichsenstädter Baugebiet nimmt Form an

In der ersten Entwurfsplanung für das Prichsenstädter Baugebiet, wurden die Pläne des Architekturbüros baurConsult vorgestellt. Ein Spielplatz ist nicht vorgesehen.
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Bauplätze sind knapp in den Ortsteilen der Gemeinde Kolitzheim. Mehrere Baugebiete sind deswegen in verschiedenen Stadien der Vorbereitungen. Foto: Foto: IG Bau

Das Baugebiet Ziegelgärten VI in Prichsenstadt nimmt Form an. In der ersten Entwurfsplanung, den Mitarbeiter des Haßfurter Architekturbüros baurConsult dem Stadtrat Prichsenstadt am Donnerstagabend vorstellten, sind auf fast zwei Hektar 21 Grundstücke zwischen 600 und 800 Quadratmetern Größe vorgesehen. Um einen Wendehammer zu vermeiden, „haben wir die Straße als Ringstraße vorgesehen“, sagte Mitarbeiterin Claudia Roschlau. Die Straßenbreite beträgt durchgehend 9,50 Meter, mit Gehwegen, einem Mehrzweckstreifen (Parkplätze) und einer 6,50 Meter breiten Fahrbahn.

Grundsätzlich, so Bürgermeister René Schlehr, „haben wir festgelegt, dass die Bauherren frei in der Gestaltung ihrer Häuser sein sollen“. Was nicht bedeutet, dass ein baulicher Wildwuchs entstehen kann. Stadtplaner Markus Schlichting stellte den Räten Varianten von Häusern vor. Weil es sich um ein allgemeines Wohngebiet handelt, sei auch störungsfreies Kleingewerbe möglich, etwa ein Friseur, ein Physiotherapeut oder eine Fußpflege. „Eine Tankstelle schließen wir in diesem Gebiet aus“, so Schlichting. Und es wird wohl auch keinen Spielplatz geben, den Helmut Hümmer angefragt hatte.

Da habe das Büro schlechte Erfahrung gemacht, so Roschlau. „Direkt neben einem Spielplatz will niemand wohnen, und wir mussten schon ungezählte Bebauungspläne ändern, eben wegen Spielplätzen.“ Einen Kommunikationspunkt, so der Bürgermeister, gebe es in wenigen Fußminuten bereits im bestehenden Baugebiet, und ein Spielplatz ist bei einer Erweiterung des Baugebietes angedacht, ergänzte Schlichting.

Auf eine Besonderheit wies Christiane Clemens hin, die zuständig für Umweltfragen ist: die Grünordnung. Die Grundstückseigentümer im Süden, in der Nähe der landwirtschaftlichen Flächen, und im Nordosten, direkt an der Bahnlinie, „müssen auf ihren Grundstücken auf eigene Kosten Hecken pflaneuzn“. Das sei aus Umweltschutzgründen notwendig. Dafür sind die fünf südlichen Grundstücke auch etwas größer als die meisten, die im Schnitt um die 700 Quadratmeter groß sind.

Der Verlauf der Kanalisation könne doch unterhalb der Mehrzweckstreifen erfolgen, regte Ratsmitglied Wolfgang Brosche an. Seine Idee, die Stadt könne ein kleines Blockheizkraftwerk für die Siedlung betreiben, fand weder beim Bürgermeister noch bei den Planern Begeisterung. „Das ist eine Angelegenheit für zukünftige Bauträger“, so Roschlau.

In der übernächsten Ratssitzung werden die Planer mit einem Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes die nächsten Schritte erläutern. Das Bodendenkmal südlich des Wohngebietes werde, so der Bürgermeister, von Archäologen untersucht und wird vom Baugebiet zum aktuellen Zeitpunkt nicht berührt.

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