WIESENTHEID

Platz für den Kinderhort gesucht

Die notwendige, weil vom Gesetz geforderte, Errichtung neuer Krippenplätze für Kleinkinder wird den Wiesentheider Gemeinderat an diesem Donnerstag, 14. Juli beschäftigen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die großzügige Spielfläche am Mehrgenerationenplatz in Wiesentheid: Beim Neubau einer Kinderkrippe dort würde sie in ihrer Funktion erheblich eingeschränkt. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

Die notwendige, weil vom Gesetz geforderte, Errichtung neuer Krippenplätze für Kleinkinder wird den Wiesentheider Gemeinderat in seiner Sitzung an diesem Donnerstag, 14. Juli beschäftigen. Nach einer leidenschaftlichen Debatte in der vergangenen Zusammenkunft hat Bürgermeister Werner Knaier den Punkt „Entscheidung Neu- oder Anbau Kinderkrippe“ nun wieder auf die Tagesordnung. Ob eine Entscheidung fallen wird, vermochte er im Vorfeld nicht zu sagen.

Zwei Kindergärten hat Wiesentheid bereits, die jeweils mit Krippen ausgestattet sind. Das Problem: beide Einrichtungen haben laut Bürgermeister Knaier bis September 2017 genügend Anmeldungen und sind ausgelastet. Es bestehe ein Bedarf von 18 weiteren Plätzen, also müsse die Kommune Platz für zwei neue Gruppen schaffen. In den bestehenden Gebäuden ist das nicht möglich, also muss an- oder neu gebaut werden.

Eine mögliche Fläche ist der Mehrgenerationenplatz direkt neben dem Kindergarten Hortus Mariae in der Kolpingstraße. Die erst vor wenigen Jahren aufwändig hergerichtete Grünfläche dient als großer Spielplatz für die Kleinen und ist gut frequentiert. Ein Anbau mit einer Krippe wäre dort möglich, würde aber den Platz erheblich einschränken.

Die Mehrheit seiner Gemeinderäte sei wohl gegen einen Bau dort, schätzt Knaier. Ein im Markt verteiltes Flugblatt der Ortsgruppe Bündnis 90/Die Grünen enthielt eine klare Botschaft: „Hände weg vom Mehrgenerationenplatz“, hieß es zum Thema Standort neuer Kindergarten.

In der vergangenen Sitzung hatte Bürgermeister Knaier kurzerhand und überraschend neue Möglichkeiten aus dem Hut gezaubert, wobei der Vorschlag hinter dem Pfarrheim, zum Wohngebiet Lindachsgraben hin, am ehesten zusagte. Ein Privatmann, wie auch die Diözese hätten als Grundbesitzer dort durchaus Interesse an einem Grundstücksverkauf gezeigt, so Knaier. Allerdings ist hier, wie auch in der Kolpingstraße, die Zufahrt beengt und schwierig.

Ob ein Heim des Sportvereins TSV/DJK als Hort umfunktioniert werden könnte, wurde ebenso angedacht. Allerdings benötige eine Krippe eine ebenerdige Fläche von rund 250 Quadratmetern, gab Knaier zu bedenken. Mit „notwendiger Eile, aber mit Sorgfalt“, will er die Suche nach einem Standort vorantreiben.

„Keine Entscheidung wäre auch kein Beinbruch. Es reicht im September noch. Bauen werden wir in diesem Jahr definitiv nicht mehr“, sagte er auf Anfrage dieser Zeitung. Wegen eines Förderprogramms steht die Kommune jedoch etwas unter Zeitdruck. Bis Jahresende muss der Antrag gestellt sein, die Umsetzung muss 2017 erfolgen und die Rechnungen sollen bis Mitte 2018 gestellt sein, erläuterte Knaier die Vorgaben der Regierung, um an Zuschüsse zu gelangen. Weiteres wird sich in der Ratssitzung zeigen.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.