KITZINGEN

Platane fällt einem Pilz zum Opfer

Der Rosengarten ist wegen der Saatkrähen in die Schlagzeilen gekommen. Jetzt wird eine Platane in der Nähe des Falterturms gefällt. Schuld sind diesmal nicht die Krähen.
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Am Rosengarten in Kitzingen haben die Stadtgärtner mit dem Fällen einer Platane begonnen. Die ist von Pilzen befallen, brüchig geworden und darf mit Genehmigung des Naturschutzes entfernt werden. Dass dabei einige Nester der viel diskutierten Saatkrähen in der Nähe des Falterturms verschwinden werden, ist übrigens eher Zufall.FOTO: Siegfried Sebelka Foto: Siegfried Sebelka

Der Rosengarten in Kitzingen ist in letzter Zeit vor allem wegen der Probleme mit den brütenden Saatkrähen und ihren Exkrementen in die Schlagzeilen gekommen. Jetzt wird eine Platane in der Nähe des Falterturms gefällt. Mit den lärmenden Vögeln hat das allerdings wenig bis gar nichts zu tun.

Aggressiver Pilz

Der alten Platane ist ein aggressiver Pilz zum Verhängnis geworden. Wie der neue Kitzinger Stadtgärtner Helmut Drechsler sagte, muss der Baum gefällt werden – Verkehrssicherungspflicht.

Wer sich davon überzeugen wollte, dass der Baum massive Schäden aufweist, konnte das am Montagmorgen tun. Die Stadtgärtner hatten Teile des Baumes auf dem Gehsteig platziert. Zu sehen waren große Hohlräume und auch Pilze, die sich bereits außen am Stamm gebildet haben – ein sicheres Zeichen, dass der Baum Probleme hat.

Ja vom Naturschutz

Weil das die Fachleute von der Oberen Naturschutzbehörde wissen, haben sie bei einem Ortstermin im Zusammenhang mit den Saatkrähen bereits im Oktober Ja zu der Aktion gesagt. Das gilt auch für den Rückschnitt von weiteren Platanen direkt am Taxistand. Auch hier ist Pilzbefall der Grund und nicht die Tatsache, dass diese Bäume als beliebte Nistplätze von den Saatkrähen genutzt werden.

Damit allerdings ist die Aktion im Bereich Rosengarten/ Bundesstraße 8 vorbei. Ein Eingreifen an den Nistbäumen an der B 8 – zwischen Falterturm und Friedenstraße – haben die Naturschützer nicht erlaubt.

Offenes Ergebnis

Damit konzentriert sich das Vergrämen der Saatkrähen auf die Bäume vor den Schulen und einer Kinderarztpraxis in der Kanzler-Stürtzel-Straße. Dort versucht der Bauhof durch das regelmäßige Räumen der Rohbauten den Vögeln die Lust am Bauen zu nehmen. Ob das gelingt, ist angesichts der vor zwei Jahren im Rosengarten gemachten Erfahrungen völlig offen. Nur eines ist klar: Die Aktion ist vorbei, wenn das erste Ei in einem Nest liegt.

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