Obervolkach
E-Bike-Unfall

Nach schweren E-Bike-Unfall in Unterfranken - Polizei mit wichtigem Appell

Eine Seniorin hat am Freitagmittag bei einem Unfall mit ihrem E-Bike in Unterfranken schwere Verletzungen erlitten. Die Polizei nimmt den Vorfall zum Anlass für wichtige Hinweise an alle Nutzer der Fahrräder mit Elektroantrieb.
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Nach einem schweren Unfall einen Seniorin, die mit ihrem E-Bike gegen eine Hauswand krachte, hat die Polizei zwei Warnungen für Radfahrer veröffentlicht. Symbolbild: Konstanze Gruber/Adobe Stock
Nach einem schweren Unfall einen Seniorin, die mit ihrem E-Bike gegen eine Hauswand krachte, hat die Polizei zwei Warnungen für Radfahrer veröffentlicht. Symbolbild: Konstanze Gruber/Adobe Stock

Schwerer Unfall mit E-Bike in Unterfranken: Am Freitag (15. November 2019) ist es im Volkacher Ortsteil Obervolkach (Landkreis Kitzinigen) zu einem Unfall gekommen, bei dem eine 78-Jährige, die mit einem E-Bike unterwegs war, schwere Verletzungen davon trug. Das meldet die Polizei Kitzingen. Ende Oktober war es zu einem tödlicher Unfall in Franken gekommen, als ein Zug eine E-Bikerin erfasste. Die Frau (65) starb nach einem Sturz am Bahnübergang.

E-Bike-Unfall: 78-Jährige kann Kurve nicht folgen und prallt gegen Hauswand

Demnach befuhr die Radfahrerin gegen 12.15 Uhr mit einem E-Bike die Michaelistraße und wollte nach rechts in die Landsknechtstraße einbiegen. Aus nicht bekannter Ursache konnte sie dem Kurvenverlauf nicht folgen und fuhr stattdessen geradeaus weiter. Dadurch prallte sie frontal gegen eine Hauswand, kam zum Sturz und verlor das Bewusstsein. Einen Schutzhelm trug die Radlerin nicht.

Die 78-Jährige wurde schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt und erlitt Abschürfungen an den Händen, sowie eine Platzwunde am Hinterkopf. Die Frau musste stationär im Krankenhaus Kitzinger Land aufgenommen werden. Am Fahrrad entstand ein Sachschaden von ca. 200 Euro.

Appell der Polizei

Die PI Kitzingen nimmt diesen Unfall, der auch weitaus schlimmere Folgen hätte nach sich ziehen können, zum Anlass, auf zwei Dinge hinzuweisen:

  1. Auch wenn das Radfahren ohne Schutzhelm aktuell noch keine Verkehrsordnungswidrigkeit darstellt und nicht mit Verwarnungsgeld belegt wird, sollte ein vorschriftsgemäßer Schutzhelm getragen werden, wenn man den Drahtesel erklimmt. Ein „Schutz“-Helm „schützt“ den verletzungsanfälligen Kopf im Falle eines Sturzes und „behütet“ den Radler buchstäblich vor erheblichen, körperlichen Beeinträchtigungen. Ein motorkraftunterstütztes Rad erreicht schnell und dauerhaft ungleich höhere Geschwindigkeiten, als ein mit reiner Pedalkraft betriebenes Rad, was dadurch die Schwere von (Sturz-) Verletzungen regelmäßig erhöht.
  2. Der nachweislich ansteigende Anteil an Radfahrern, die mit motorunterstützten Rädern unterwegs und an Unfällen beteiligt sind, zeigt auch, dass offensichtlich der Umstieg vom „Normalo-Rad“ auf das moderne und zweifellos bequeme „E-Bike“ für den Benutzer mitunter eine anspruchsvolle Herausforderung darstellt. Dieser erkennbare Schwierigkeitsgrad ließe sich deutlich senken, wenn man sich die Zeit nähme, „kontrolliert“ in einem geeigneten privaten oder verkehrsarmen öffentlichen Bereich, entsprechende Fahrmanöver zu üben, bis sich eine gewisse Sicherheit einstellt und man davon sprechen kann, dass der Nutzer sein technisch hochgerüstetes Rad auch beherrscht.

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