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Obernbreit sucht ein neues Baugebiet

Foto: Foto: Robert Haass
Die Suche nach einem neuen Baugebiet, die Fortsetzung des Fußwegekonzepts, die Neugestaltung eines Teils des Winterseitenwegs, der Bau des Arkadengangs auf dem Friedhof: Das werden wohl die zentralen Aufgaben der Gemeinde Obernbreit im kommenden Jahr sein – so nichts Überraschendes dazu oder dazwischen kommt. So zumindest skizzierte Bürgermeister Bernhard Brückner die Vorhaben am Freitagabend bei der Bürgerversammlung. Vor dem Ausblick stand der Rückblick aufs abgelaufene Jahr. Neben vielen Zahlen begeisterte sich Brückner vor allem am Kreisheimattag am 1. Mai 2016, Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten zur erstmaligen Erwähnung des Marktes vor 750 Jahren: „Das war ein voller Erfolg, mit vielen positiven Reaktionen“, so der Bürgermeister. Glück hatte Obernbreit einen knappen Monat später, als ein Starkregen zwar für Erdan- und abschwemmungen sorgte, Nachbargemeinden aber stärker betroffen waren. Aufregung erzeugte auch ein Großbrand in der Breitbachstraße, der Dank schnellem Eingreifen der Feuerwehr begrenzt blieb. Das Feuer zeigte aber auch: In den trockenen Sommermonaten führt der Breitbach nur wenig Wasser, herkömmliche Pumpen können da keine Entlastung bringen. Und das Aufstauen des Bachs bindet zu viele Kräfte. Abhilfe schafft hier eine spezielle Schwimmpumpe, die auch bei Niedrigwasser die Schläuche der Wehren versorgen kann – und auch gleich beschafft wurde. Gutachten sollen Klarheit für die Räte bringen, wo in Obernbreit ein neues Baugebiet entstehen kann. Brückner machte dabei deutlich, dass der Kauf der Grundstücke Grundvoraussetzung für eine Ausweisung als Wohngebiet ist. Denn die Gemeinde hat die Lehre aus über 20 leer stehenden Flächen in bestehenden Baugebieten gezogen. Wenn Baugebiet, dann soll auch gebaut werden. Welches Gelände eine bezahlbare Erschließung ermöglicht, das sollen die Gutachten zeigen. Ein Foto bewies es: Das Fußwegekonzept der Gemeinde greift. Wo vor wenigen Jahren entlang der Marktbreiter Straße „nur Schlamm, Grün und Pampe“ (Brückner) war, können nun Fußgänger gefahrlos und mit sauberen Schuhen entlang laufen. Sicherheit soll es auch in der Breitbachstraße für Fußgänger geben. Wenn die Staatsstraße hier ausgebaut wird, soll der Gehweg ebenfalls verbessert werden. Auch wenn die derzeit laufende Testphase für manchen Unmut sorgt: Sie ist wichtig, um später auch richtig bauen zu können. Und auch die Fortsetzungen der Gehsteige sind schon in Planung. Zurückhaltung gab es bei Brückner bei einer Frage nach dem Verkaufserlös des Stromnetzes im Ort an den neuen Energieversorger Überlandzentrale Lülsfeld. Hier sei Stillschweigen vereinbart worden, die Zahlen könnten aber im Haushalt nachgelesen werden. Auch wenn die Gemeinde berechtigte Hoffnung hat, dass zumindest ein Teil des Ortes im kommenden Jahr Lärmschutz von der Bahn bekommt – für Albrecht Moreth ist dies nicht genug. Eine Grundsatzerklärung dazu ließ Brückner nicht zu, dies soll in einer eigenen Veranstaltung geklärt werden. Dazu wünscht sich Moreth kompetente Ansprechpartner, etwa auf Staatssekretärsebene aus dem Bundesverkehrsministerium – was wohl ein frommer Wunsch bleiben dürfte.