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Nordheim

Nordheimer Weinfest: Weinkörbe zur Erinnerung

Christi Himmelfahrt und das Nordheimer Weinfest gehören zusammen. Doch was tun, wenn das Fest abgesagt werden muss? Die Landfrauen hatten eine Idee.
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Weinkörbchen zieren seit einigen Tagen die circa 30 Bäume in der Nordheimer Hauptstraße. Über die Verschönerungsaktion der Nordheimer Landfrauengruppe und des Weihnachtsteams, die auf das ausgefallene 60. Nordheimer Weinfest aufmerksam machen sollen, freuen sich (von links): Bürgermeisterin Sibylle Säger, Weinprinzessin Chiara Krüger und der zweite Bürgermeister Bernhard Fiehl. Foto: wabr/Walter Braun
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Die Corona-Pandemie sorgt täglich für Schlagzeilen und stellt das gewohnte Leben auf den Kopf. Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Lösungen und so wurde in Nordheim die Hauptstraße in die Weinfeststraße verwandelt. 

Der Grund: Das Nordheimer Weinfest, das ab Christi Himmelfahrt zum 60. Mal gefeiert werden sollte, wurde wie so viele Veranstaltungen abgesagt. Ein Ansporn für Ilse Glaser und ihre Nordheimer Landfrauen und Weihnachtsteam mit Hannelore Kram an der Spitze. Sie wollten für die Nordheimer und den zahlreichen Freunden des Weinfestes etwas zu schaffen, das sie noch längere Zeit an das ausgefallene Jubiläumsweinfest erinnern soll.    

30 Bäume wurden geschmückt

So wurde von vielen fleißigen Händen in den vergangenen Wochen Drahtkörbchen mit Blumen, Bocksbeuteln und Reben gefertigt, die rechtzeitig zu den eigentlichen Weinfesttagen an circa dreißig Bäume in der Hauptstraße gebunden wurden – die Weinfeststraße war geschaffen. Ganz zur Freude von Neu-Bürgermeisterin Sibylle Säger, die sich über die Initiative der Ehrenamtlichen freut und das Engagement als ein Zeichen der Wertschätzung "für eines der schönsten Weinfeste in Franken" wertet. Säger verweist auf den "lobenswerten Zusammenhalt" in der Winzergemeinde und bedauert den Ausfall des 60. Weinfestes. "Für mich als neu gewählte Bürgermeisterin wäre das Jubiläums- Weinfest sicherlich eine ganz tolle Einstiegs-Veranstaltung gewesen", sagte Säger und stellte klar:  "Alles nachgeholt wird."

Da ist sich auch Weinhoheit Chiara Krüger sicher. Sie hat sich ihre Regentschaft als neue Nordheimer Weinprinzessin anders vorgestellt. Es gibt kaum Termine, die sie wahrnehmen muss. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben und so freut sich die Weinprinzessin bereits auf das nächste Jahr. Die Aktion der Landfrauen und des Weihnachtsteam bezeichnet Krüger als "Super-Idee" und findet es Klasse, wie Einheimische und Gäste auf die "Kultveranstaltung" aufmerksam gemacht werden. Die Bedeutung des Weinfestes unterstreicht der stellvertretende Bürgermeister Bernhard Fiehl: "Wir müssen das Nordheimer Weinfest aufrecht erhalten." Daher appelliert er an die Winzer, sich auch in schweren Zeiten für die Fortführung dieser so wichtigen Werbeveranstaltung stark zu machen.