NORDHEIM

Neues Baugebiet und Wasserversorgung für Weinbergsflächen

Die Wasserversorung in den Weinbergern der Gemeinde Nordheim muss dauerhaft gesichert werden. Weiteres drängendes Problem der Geminde ist die Suche nach Bauland.
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Die Gemeinde Nordheim steht in den nächsten Wochen und Monaten vor zukunftsorientierten Entscheidungen. Zum einen geht es um die Sicherstellung der dauerhaften Wasserversorgung der Nordheimer Weinbergsflächen und zum anderen um das neue Baugebiet, das in den nächsten Jahren am südlichen Bereich des Ortsrandes außerhalb der Schlammschutzmauer entstehen soll.

Speichersee geplant

Zunächst beschäftigten sich die Räte am Montagabend mit dem Flächenerwerb und der Flächenzuweisung für die geplante Weinbergsberegnungsanlage. Bürgermeister Guido Braun informierte über die derzeitige Pilotstudie, die die Gemeinde zur Sicherstellung der dauerhaften Wasserversorgung der Weinbergsflächen in Nordheim durchführt. Im Zuge der Studie ist vorgesehen, einen Speichersee auf dem Weinbergsplateau in der Nähe des Aussichtsturmes für eine Wassermenge von rund 100 000 Kubikmeter zu errichten. Dazu benötigt man laut Braun eine Grundstücksfläche von circa vier Hektar, die im Zuge des laufenden Flurbereinigungs-Verfahrens der Kommune zugewiesen werden könnten. Die Teilnehmergemeinschaft (TG), so der Bürgermeister, würde für die Gemeinde den entsprechenden Flächenerwerb durchführen. Das Land, so heißt es in der Mitteilung der TG weiter, könnte für zehn Euro pro Quadratmeter einschließlich Rebentschädigung erworben werden.

Dieser Betrag erschien einigen Ratsmitgliedern zu hoch. Da auch die Dauer des Pflanzrechtes noch klärungsbedürftig ist, wurde Bürgermeister Braun zunächst beauftragt, sich mit dem Amt für Ländliche Entwicklung zwecks Klärung der offenen Fragen in Verbindung zu setzen. In der nächsten Sitzung soll dann der entsprechende Beschluss herbeigeführt werden.

Bauland ist gefragt

Schließlich ging es um den Bebauungsplan der Gemeinde. Laut Bürgermeister Braun hat der Gemeinderat am 6. März aufgrund der stetigen Bauplatznachfrage die Ausweisung von Baugelände sowie eines Mischgebietes oberhalb der Schlammschutzmauer am südlichen Bereich des Ortsrandes beschlossen. Nach ersten Gründstücksverhandlungen ist es möglich, einen Abschnitt im östlichen Bereich auszuweisen, teilte der Bürgermeister mit. Seiner Aussage zufolge hat der Gesetzgeber inzwischen die Möglichkeit der Ausweisung von Baugebieten im Außenbereich unter Einhaltung der Grundfläche im beschleunigten Verfahren ermöglicht. Dadurch muss der Flächennutzungsplan nicht parallel berichtigt werden.

Konflikte entschärfen

Bürgermeister Braun teilte mit, dass das Aufstellungsverfahren bis zum 31. Dezember 2019 förmlich eingeleitet und der Satzungsbeschluss bis zum 31. Dezember 2021 gefasst werden muss.

Die Räte stimmten gegen eine Stimme (von Sibylle Säger) der Aufstellung des Bebauungsplanes für ein Wohn- und Mischgebiet zu. Mit dem Bebauungsplan, so heißt es im Beschluss, wird angestrebt, Flächen zur Entschärfung konfliktträchtiger Nutzungen im Altort, Flächen für Bauhof und Feuerwehr zu schaffen sowie für die weitere Entwicklung von Nordheim Baugrund zur Verfügung zu stellen.

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