ABTSWIND

Neu im Angebot: Das Ja-Wort am Frankenblick

Die Aussicht ist wirklich erhaben, hoch oben über den Weinbergen Abtswinds, am Fuß des Friedrichsbergs. Dort kann jetzt auch geheiratet werden.
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Ein idyllischer Fleck zum Heiraten: Künftig darf Abtswinds Bürgermeister Jürgen Schulz Paare am Frankenblick trauen. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

Die Aussicht ist wirklich erhaben, hoch oben über den Weinbergen Abtswinds, am Fuß des Friedrichsbergs. Er reicht nicht nur bis Abtswind und das Umland, sondern bei gutem Wetter bis in die Rhön, oder bis nach Würzburg. Der Frankenblick, wie die Stelle genannt wird, ist ein Ort für besondere Momente: Zum Innehalten, wo einem warm uns Herz wird, wenn man den Blick schweifen lässt. Künftig können sich Paare auf dem Aussichtspunkt ihr Ja-Wort geben, denn die Gemeinde ließ die Stelle nun auch offiziell als Hochzeitsort widmen.

Nachfrage ist da

Nicht nur Abtswinds Bürgermeister Jürgen Schulz mag den Platz, der einst mit dem Anlegen des Weinlehrpfades in den 70er Jahren geschaffen wurde. „Es haben immer wieder mal Leute gefragt, ob es möglich ist, dort oben zu heiraten“, erzählt er. Kein Wunder, der Fleck hat wirklich etwas, das zu einem besonderen Tag im Leben passt.

Wenn alles passt

Ganz vorne auf der aus Natursteinen gemauerten Brüstung ist eine gusseiserne Tafel montiert. Darauf steht ein Zitat aus der Bibel, aus dem 1. Buch Mose, das zu dieser Stelle einfach passt. „Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe da, es war sehr gut“, ist dort zu lesen. Konkret beschäftigte sich Bürgermeister Schulz und die Gemeinde seit letztem Jahr mit dem Gedanken, am Aussichtspunkt einen Ort zum Heiraten zu schaffen. Zunächst sollte er noch schöner hergerichtet werden. Der Boden am vorderen Teil der Kanzel ist schon länger mit Pflastersteinen befestigt. Die Gemeinde schaffte eine Sitzgruppe an, die ein Fundament bekam und festgeschraubt wurde.

Genehmigungen sind da

Schließlich erkundigte sich Bürgermeister Schulz am Landratsamt, was alles nötig sei, um die Stelle zum Hochzeitsort zu machen. Nein, man kann in Deutschland nicht überall heiraten, wo man möchte. Auch die Behörde muss ihren Segen dazu geben, die Verwaltungsgemeinschaft stimmte dem kürzlich in ihrer Versammlung zu. Das Amt riet dazu, eine Überdachung anzubieten, damit das Brautpaar bei schlechtem Wetter nicht im Regen steht. Darauf verzichteten die Abtswinder aber. Bei Regen bietet sich im Sitzungssaal des Rathauses die Möglichkeit, oder eben im Foyer des Haus des Gastes.

Vor allem für die Abtswinder

Ob Schulz nun mit einem großen Andrang an Heiratswilligen rechnet, die sich dort oben über den Weinbergen trauen lassen? Mit einer Art Hochzeits-Tourismus etwa, wie an manch anderen Orten? Das schränkt der Bürgermeister und Standesbeamte ein. „Es ist schon ein Ansinnen, das etwas anzukurbeln. Bei uns ist es auch möglich, am Samstag standesamtlich zu heiraten.“ In erster Linie solle es für Paare aus Abtswind sein. Bei Anfragen von auswärtigen müsse man abwägen, meint er. Zwei Paare haben den Frankenblick gebucht, im Juni und Juli 2017.

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