KITZINGEN

Neffe bewahrt Tante vor Trickbetrug

Beinahe hätte eine 83-Jährige aus Kitzingen mehrere tausend Euro einem vermeintlichen Polizisten übergeben. Doch ihr Neffe konnte die Übergabe gerade so verhindern.
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Vor dem Verlust von mehreren tausend Euro hat am Mittwoch ein 41-Jähriger seine Tante bewahrt. Diese hatte am Tag zuvor einen Anruf eines vermeintlichen Polizeibeamten erhalten und bereits tausende Euro von der Bank abgehoben. Kurz vor der Abholung konnte der Neffe die Übergabe des Geldes verhindern, meldet die Polizei.

Es war wieder einmal der Anruf eines falschen Polizeibeamten, der die 83-Jährige aus Kitzingen dazu brachte, ihr erspartes Geld von der Bank abzuheben. Der Anrufer überzeugte die Seniorin am Dienstagvormittag davon, dass bei angeblich festgenommenen „Verbrechern“ ihre Adresse und Telefonnummer aufgefunden worden seien. Zum Schutz sollte sie ihr Geld abheben und der Polizei übergeben. Für den Anruf hatte der Betrüger mit einem technischen Trick die Notrufnummer 110 auf dem Telefon der Frau erscheinen lassen.

Warnung des Bankangestellten ignoriert

Schon der Bankangestellte hatte richtig reagiert und die Seniorin auf die Gefahr eines Trickbetrugs hingewiesen. Ihn beruhigte die 83-Jährige jedoch mit der Ausrede, das Geld verschenken zu wollen, berichtet die Polizei.

Am Mittwoch, dem Tag der geplanten Geldübergabe, wurde der Neffe der Seniorin auf das seltsame Verhalten aufmerksam. Dieser verhinderte kurz vor der geplanten Übergabe, dass die Betrüger mehrere tausend Euro erbeuten konnten.

Die sofortige Fahndung der Polizei Kitzingen verlief bislang ohne Erfolg. Die weiteren Ermittlungen übernahm die Kripo Würzburg.

Tipps der Polizei

Die Polizei Unterfranken warnt vor den falschen Polizeibeamten und gibt folgende Verhaltenstipps:

• Informieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.

• Vergewissern Sie sich telefonisch bei Ihrer Polizeidienststelle, ob es sich bei dem Anrufer tatsächlich um einen Polizeibeamten handelt.

• Die Polizei oder die Staatsanwaltschaft stellen telefonisch niemals Geldforderungen.

• Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.

• Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich sofort an die örtlich zuständige Polizeidienststelle und erstatten Sie Anzeige.

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