VOLKACH

Nahrung für Geist und Seele

Bei der zweiten Volkacher Kunstmesse gerieten viele Besucher ins Schwärmen: 27 heimische Künstler hatte überraschende Einblicke gewährt.
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Ein Feuerwerk der Fantasie: Isolde Folger (rechts) zeigte farbenfrohe Bilder in ihrer kleinen aber feinen Galerie bei der Volkacher Kunstmesse am Wochenende (5./6. November). Foto: Peter Pfannes

„Ich könnte stundenlang vor diesen Bilder sitzen und entdecke immer etwas Neues“, betonte Irmi Gaschler. Als die zweite Volkacher Kunstmesse am Sonntagabend in den letzten Zügen lag, schwärmte die Wahl-Volkacherin von ihren einzigartigen Erlebnissen auf der zweitägigen Kulturreise. „Wir haben so tolle Künstler in unserer heimischen Region“, sagte sie.

Mehrere hundert Kunstinteressierte inspizierten wie Irmi Gaschler die ausgestellten Exponate von 27 Künstlern im Schelfenhaus, im Museum Barockscheune, im großen Studio der Musikschule und in der guten Kunststube von Isolde Folger. Während sich die Besucherzahlen am Samstag in Grenzen hielten, konnten sich Initiator Robert Heizenröther und die teilnehmenden Künstler am Sonntag über viele interessierte Augen und Ohren freuen.

Das Konzept, dass Künstler aus der Region ihre Werke einem breiten Publikum präsentieren können, ist aufgegangen. Das Publikum und die Künstler waren sich einig: Eine solche Plattform für Maler und Objektgestalter ist nachahmenswert. „Es gibt viele Menschen in unserem Umfeld, die gar nicht wissen, was man tut“, freute sich der Volkacher Künstler Clemens Hegler über die Möglichkeit, einige Ergebnisse seiner Arbeit zeigen zu können.

„Dabei findet ein prima Gedankenaustausch statt“, so Hegler. Interessante Gespräche erlebte Birgit Barth. „Ich kenne viele Aussteller persönlich, wusste aber nicht, was die machen“, sagte sie. Ihr gefielen auch die Live-Auftritte von acht Bands im Schelfenhaus und in der Musikschule.

Die Aussteller beäugten das Aufeinandertreffen von Verstärkersound und Präsentation kritisch. „Ich bin heilfroh, dass hier keine Live-Musik spielt“, meinte Clemens Hegler, der in der soundfreien Barockscheune in aller Ruhe kommunizieren konnte. Kontraproduktiv erlebte es Elisabeth Versl-Waag. „Ich habe viele schöne Gespräche geführt. Sobald die Live-Musik losgeht, sind diese beendet“, schilderte die Künstlerin aus Wiesentheid.

Man darf sicher sein, dass sich für dieses „kleine“ Problem eine Lösung findet. Jedenfalls darf man sich auf eine dritte Auflage der Kunstmesse freuen – ganz nach dem Motto von Bürgermeister Peter Kornell bei der Eröffnung: „Geist und Seele des Menschen brauchen Nahrung.“

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Weiter Bilder mainpost.de/kitzingen

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